Finanzminister wollen Reform von IWF und Weltbank angehen

20. Juni 2006, 19:46
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Grasser: Stärkung der Stimmrechte für ausgewählte Länder erster Schritt

Wien - Die Finanzminister der EU und 13 asiatischer Staaten haben sich bei ihrem asiatisch-europäischen Dialog (ASEM) in Wien darauf geeinigt, dass einige aufstrebende Volkswirtschaften im Internationalen Währungsfonds (IWF) und bei der Weltbank künftig mehr Gewicht haben sollen. Dies sei der erste Schritt für eine notwendige grundlegendere Reform der beiden Institutionen, sagte der amtierende Finanzministerrats-Vorsitzende und Gastgeber, Finanzminister Karl-Heinz Grasser (V) in der Schlusspressekonferenz am Sonntag in Wien.

Stärkung der Stimmrechte

Im Gespräch ist eine Stärkung der Stimmrechte von China, Korea, Türkei und Mexiko, sowie allenfalls einiger weiterer Länder wie Thailand, Singapur und Malaysia im IWF. So lange kein Mitgliedsland auf Anteile verzichtet, müsste es eine Aufstockung der Gesamtanteile des Fonds geben.

Die EU will laut Grasser einen starken Währungsfonds, der auf Krisen reagieren kann und will in diesem eine "aktive Rolle" spielen. Das Thema soll beim nächsten Weltbanktreffen noch in diesem Jahr in Singapur behandelt werden. Grasser erwartet "eine interessante Diskussion mit den USA". Der deutsche Finanzstaatssekretär Thomas Mirow präzisierte vor Journalisten, dass die USA keinesfalls unter 15 Prozent fallen wollten. (APA)

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