Hartnäckige Journalisten ausgezeichnet

9. Oktober 2006, 19:06
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Leipziger Medienpreis für Journalisten aus Moldawien, Deutschland und Italien

Für hintergründige Recherchen zeichnet die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig drei Journalisten aus Deutschland, Italien und Moldawien aus. Der mit 30.000 Euro dotierte "Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien" geht 2006 zu gleichen Teilen an Alina Anghel, Fabrizio Gatti sowie Volker Lilienthal.

"Mit dem Preis sollen Menschen geehrt werden, die sich mit Risikobereitschaft, persönlichem Einsatz, Mut und Überzeugung für die Pressefreiheit einsetzen", sagte der Geschäftsführende Vorstand der Stiftung, Stephan Seeger, am Samstag. Die Preisverleihung ist am 27. April in Leipzig.

Alina Anghel hatte für die moldawische Wochenzeitung "Timpul" nach Einschätzung der Medienjury schonungslos eine korrupte Elite sowie die Auswirkungen der Misswirtschaft beschrieben. Für ihre Arbeit erhielt sie 2005 bereits die Auszeichnung "Press-Freedom" von der Vereinigung Reporter ohne Grenzen. Fabrizio Gatti hat sich nach Angaben der Stiftung als Undercover-Rechercheur in den Milieus der sozial Schwachen einen Namen gemacht. Im Oktober 2005 habe er katastrophale Zustände in einem Asylcamp aufgedeckt. Volker Lilienthal vom Evangelischen Pressedienst (epd) habe durch jahrelange Recherchen den so genannten Schleichwerbeskandal aufgedeckt.

Bei der Medienstiftung waren rund zwei Dutzend Vorschläge für den Preis eingegangen. Die Ausschreibung für das Jahr 2007 laufe bereits. Fristende ist der 31. Oktober 2006. (APA)

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