
Finanzminister Grasser: "Die Schnellen und Wettbewerbsfähigen gewinnen in dieser Welt."
Österreich werbe aber nicht primär Firmen im Ausland ab, es sei vielmehr so, dass Unternehmen in verschiedenen Ländern "offenbar einen gewissen Frustgrad erreicht haben" und deshalb nach Österreich kämen, lobte Grasser seine eigene Steuerpolitik. Der Finanzminister, ein ausgewiesener Fan der österreichischen Schule der Nationalökonomie (Hayek & Co), sagte: "Ich liebe den Wettbewerb."
"Nachdenken"
Die Senkung der Körperschaftssteuer, der Gewinnsteuer für Kapitalgesellschaften, von 35 auf 24 Prozent, war eines der Kernelemente der letzten Steuerreform in Österreich. Auch Deutschland möchte mittelfristig einen KöSt-Satz von 25 Prozent, die Senkung aber "weit gehend aufkommensneutral" durchführen, sprich andere Steuern und Abgaben erhöhen.
Grasser richtete indirekt Kritik an seinen deutschen Kollegen Steinbrück: Wenn mehr Firmen nach Österreich kämen, sollten andere darüber nachdenken, was sie nicht richtig gemacht hätten. (miba, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8./9.4.2006)
einfach auf eine ordnungsgemässe Abfertigung gemäss Deklaration und wenn der Eiertanz der Vermeidung beginnt, drohens einfach mit einem EU Verfahren.
Vor 2 Jahren habens einen Bekannten mit 10 Stangen, der auf ordentliche Abfertigung zur Einfuhr bestand, schlussendlich nach einer Stunde einfach samt den Zigaretten ohne irgendwas weitergeschickt.
js
durch rücksichtslosen Nationalegoismus aus. Natürlich ist das Urteil des deutschen Finanzministers ein deutlicher Hinweis auf die eu-feindliche Haltung unseres Landes.
Die freche antwort Grassers wir dem Ansehen unseres Landes kaum dienlich sein.
Österreich hat nach dem Krieg immer profitiert. Es war das einzige Land, das Marshalplanmittel geschenkt erhielt. Der revolvierende ERP Fond ist noch immer ein nunmehr für die Wirtschaft wichtiges Kreditinstrumen.
Das von Grasser eingeführte massive Steuerdumping, die vor allem geldwirtschaftliche Ausbeutung der neuen Länder kann sich auch einmal zum Nachteil der (gierigen)Banken kehren. Einmal merken die Menschen am Balkan, daß ihnen keine Hilfe sondern eine hohe Zinsenlast zuteil wird.
liegt die deutsche Steuerquote bei Ertragssteuern von Kapitalgesellschaften bei 36,1 %. Österreichs Vergleichszahl ist 23,5 %. Irgendwann hat Grassers Methode ein Ende und das Pendel schlägt zurück. Die Methoden des Herrn Grasser sind zu durchsichtig, dass sie auf Dauer Bestand hätten.
Bisher haben sich nur ein paar IT-Beratungsunternehmen und ein paar Briefkastenfirmen, die kaum Arbeitsplätze schaffen, angesiedelt.
Die großartigen Effekte durch die Ansiedlung deutscher Unternehmen beschränken sich auf die Anstellung von 3 Verkäufern und einer Halbtagssekretärin.
..die den deutschen Finanzminister in RAGE bringen.
Vielmehr ärgert es die Deutschen das die
staatliche ABA auch gleich noch eine kostenlose
Steuerberatung anbietet, wie die Firmeninhaber ihre
Einkommessteuer in Deutschland niedrig halten
können.
mfg
einen windigen Eindruck. Er hat offenbar nichts für Solidarität übrig.
Sehen Sie sich das EU-Wirtschaftsprogramm der SPÖ an, das die meisten garnicht lesen, und doch reflexxmäßig verurteilen:"Die Unternehmens und Kapitalsteuern sollen auf Basis einheitlicher Bemesseungsgrundlagen harmonisiert werden. Ein vereinheitlichter Körperschaftssteuersatz als eigenständige Einnahmequelle für eine gesamteuropäische Konjunktur-und Investitions soll festgelegt werden, wobei die Mitgliedsländer für ihr Budget einen darüber hinausgehenden Körperschaftssteuersart festlegen können."Dazu kommt der Gedanke eines europäischen Finanzausgleichs.
Politik ist schwer und mühsam. Bei Grasser muß aber alles in den Schoß fallen.Programme anderer liest er nicht.
Sinnvoll wäre diese Gleichmacherei nur dann,
wenn nicht nur lange vorher die juridischen, vertragsrechtlichen, arbeitsrechtlichen Bedingungen und die dazu gültige Rechtssprechung angegelichen würden,
sondern auch die Arbeitsleistung und die Bürokratie in Süditalien, Griechenland oder Südspanien nicht mehr so extrem unterschiedlich zu Norddeutschland z.Bsp. wäre.
Solange man nicht einmal annähernd den extrem unterschiedlichen Korruptionsaufwand in den früheren sozialistisch-kommunistischen Ländern abschätzen oder gar abstellen kann, sollte man sich auf die Harmonisierung der Gurkenkrümmung und ähnlicher Feinheiten beschränken.
....und deshalb sehr froh sein nicht brutal über einen Einheitskamm geschoren zu werden.
js
im Wörterbuch der neoliberalen Wirtschaft steht. er soll, negativ besetzt, das positive treffende Wort"harmonisieren" ersetzen.
Ich mag diese Art und Weise der diskussion nicht, sie ist ganz einfach unseriös und herabsetzend.
Eine Angleichung der sozial-und arbeitsrechlichen standards hat ohnedies parallel zu erfolgen. Denn auch nationalstaatlich haben ehrliche Regionalpolitiker immer gewußt, daß ein spannungsfreies Zusammenleben der Menschen nur durch annähernd gleichen Lebensbedingungen hergestellt werden kann..
Was aber die Heuschreckenpolitiker anwenden wollen, ist eine schockartige, rücksichtslose "Vogel friß oder stirb"Strategie.
dieselben sozialen und arbeitsrechtlichen Ansprüche wie dieser geltend machen kann, schmarotzt der eine auf Kosten des Anderen und der wär schön blöd, wenn er weiter 100% einbringen würde.
Wir wären genau dort, womit schon der Kommunismus kläglich gescheitert ist - ohne Rücksicht auf die individuelle Leistung des Einzelnen stagniert alles bis hinunter aufs Steinzeitniveau.
js
ich bin auch für eine EU-Harmonisierung der Unternehmenssteuern. Viele sind das. Die Arbeitsgruppe in der EU tagt schon seit 15 Jahren darüber. Zumindest mal über die Harmonisierung der Bemessungsgrundlage, denn die ist das wichtigste, viel wichtiger als Steuersätze. Man hat sich noch nicht mal auf die Grundsätze einigen können.
Bei der Umsatzsteuer ist man schon weiter. Da hat man sich nach 20 Jahren im Jahr 1977 auf die 6. MwStR geeinigt, die Grundsätze regelt. Details wollte man dann gleich anschließen. Jetzt haben wir 2006 und seitdem gab es nichts Weiteres.
Sie sehen also wie schnell das in der EU mit der Harmonisierung von Steuern geht. Sollen wir darauf warten, bis da endlich eine Einigung zustande kommt?
liegt ein beträchtlicher Unterschied.
Diese neuen Staaten werden wirklich-da paßt es-von den Heuschreckenländern der EU wie Kolonien überfällen. Glauben Sie daß es für eine Volkswirtschaft gut ist, wenn über 3/4 des Bankenapparates und der wichtigen Entscheidungen in ausländischen Händen liegt? Die Frage des Auslandskapitals und seiner Nachteile sind in Studien untersucht worden un diese zeigen genug Nachteile auf. Da hilft auch die Zugehörigkeit zur EU nichts.
...auskommen, sollten wir das auch endlich versuchen - damit die Kapitalgewinne schön blühen.
:)
Wär doch eine wundervbolle Welt, wo (Kapitalgewinne) die einfach gewinnen die schon haben.
Ist von Menschen gemacht - kann von Menschen geändert werden.
auf das kann man ganz gewiss nicht stolz sein, wenn steuergeschenke für die konzerne auf kosten der klein- und mittelbetriebe gemacht werden. im herbst kommen die lang ersehnten wahlen und dort kann der österreicher und frau österreicher über die neoliberale poiltik des herrn grasser abstimmen. mal sehen was heraus kommt, die polizei hat sich schon umgefärbt.
nicht vergessen soll man die nulldefizit lüge (+2%) des herrn grasser und das hohe staatsdefizit heuer, aufgrund der steuergeschenke für die konzerne.
echt? Komisch, ich dachte, auch schon vorher waren die Roten bei der Polizei vorne.
Komischerweise gab es bei der Körperschaftsteuer Mehreinnahmen in Höhe von 800 Mio. Wie ist da das Staatsdefizit durch Steuergeschenke an Großkonzerne vergrößert worden?
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