Österreich bleibt wichtigster Investor in Kroatien

1. Juni 2006, 16:53
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28,6 Prozent aller ausländischen Direktinvestitionen kamen 2005 aus der Alpenrepublik

Zagreb - Kroatien hat 2005 ausländische Direktinvestitionen (FDI) in Höhe von 1,3 Milliarden Euro verbucht. Seit 1993 sind nach Angaben der kroatischen Zentralbank insgesamt 11,3 Mrd. Euro an FDI nach Kroatien geflossen, berichtet die bosnische Nachrichtenagentur Onasa am Freitag.

Damit waren die ausländischen Direktinvestitionen im Vorjahr um rund 335 Mio. Euro höher als 2004, aber geringer als 1999, 2001 und im Rekordjahr 2003, als 1,7 Mrd. Euro aus dem Ausland in Kroatien investiert wurden.

51 Prozent floss in Finanzsektor

Von den im vergangenen Jahr getätigten FDI waren 567,8 Mio. Euro nicht entnommene Gewinne. 51 Prozent der Investitionen flossen in den Finanzsektor, 9,5 Prozent in die Öl- und Gasförderung und 6 Prozent in den Einzelhandel.

Seit 1993 sind 28 Prozent der ausländischen Direktinvestitionen in den Bankensektor geflossen. An zweiter Stelle rangiert der Telekom-Sektor mit 16,3 Prozent, gefolgt von der Pharmaindustrie (12,6 Prozent), der Ölindustrie (5,7 Prozent) sowie der Öl- und Gasförderung (3,9 Prozent).

Österreich vor Ungarn größter Investor

Nach Ländern betrachtet war Österreich 2005 mit 28,6 Prozent aller FDI der größte Investor. Ungarische Unternehmen waren für 20,9 Prozent der Investitionen verantwortlich. Die ungarische OTP Bank übernahm im vergangenen Jahr die kroatische Nova Banka.

Auch im gesamten Zeitraum 1993 bis 2005 haben österreichische Unternehmen die meisten (28,3 Prozent) Investitionen in Kroatien getätigt. Wichtige Investoren waren auch Deutschland, die USA, Ungarn, Italien und Luxemburg.

Kroatische Unternehmen haben im vergangenen Jahr 142,7 Mio. Euro im Ausland investiert - nur halb so viel wie 2004. Die Summe der seit 1993 von kroatischen Unternehmen im Ausland getätigten Investitionen beträgt 1,65 Mrd. Euro. (APA)

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