Softwarehersteller öffnet seine "Linux Labs"

1. Juni 2006, 11:25
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Neue Website "Port 25" soll regelmäßige Informationen aus der Microsoft-Abteilung bieten

Es ist wohl die Abteilung von Microsoft, die viele am wenigsten von dem Softwarehersteller erwartet haben: Die "Linux Labs" sorgten seit ihrem Bekanntwerden immer wieder für Aufregung, zuletzt, da der Softwarehersteller dafür den Gentoo-Linux-Gründer Daniel Robbins engagierte - und dieser das Unternehmen nach wenigen Monaten wieder verließ.

Port 25

Nun soll die "Offenheit" noch stärker herausgestrichen werden, unter dem Namen "Port 25" wurde eine neue Webseite gelauncht, auf der die MitarbeiterInnen der mittlerweile als Open Source Labs firmierenden Abteilung regelmäßig einen Einblick in ihr Tun geben sollen. Dabei will man nicht nur Blogs sondern auch Videointerviews abliefern, so der Leiter der Labs, Bill Hilf.

Erklärung

Die Hauptaufgaben der Labs seien der Seite zufolge vor allem zwei Dinge: Open Source und dessen Möglichkeiten besser zu verstehen, und die Interoperabilität mit Microsoft-Produkten zu verbessern.

Spitzfindigkeiten

Ob die Namenswahl mit "Port 25" eine glückliche ist, sei dahin gestellt, Spott von GegnerInnen bietet sie jedenfalls einen einfachen Angriffspunkt: Ist doch Port 25 ausgerechnet der Port, der für SMTP-Mail-Server reserviert ist, und der auf keinen Fall "offen" sein sollte. Werden doch ungeschützte SMTP-Server gerne zur SPAM-Versendung genutzt, ein Thema dessen Bekämpfung sich Microsoft - mit begrenztem Erfolg - auf die Fahnen geschrieben hat. So erhält die auf der Seite mehrmals erwähnte Formulierung "Port 25 is open" einen seltsamen Unterton. (red)

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