Schräger Bau für das "suburbane" Liesing

8. Jänner 2007, 16:52
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Drei Norweger gewannen europäischen Wettbewerb für Jungarchitekten - Bau soll in drei, vier Jahren beginnen

Wien - Das Grundstück neben der Südbahn, nahe dem Liesinger Platz im 23. Bezirk, war ursprünglich als Gewerbepark geplant. Bis drei junge norwegische Architekten sich für den selben Platz einen Wohnbau ausdachten und damit einen Wettbewerb gewannen.

Die drei, Mirza Mujezinovic, Sinisa Lecic und Bendik Aursand, haben bei der europäischen Architekturinitiative "Europan" mitgemacht und begeisterten sich deshalb für Wien, weil "Wien an der Schnittstelle zwischen den alten und neuen EU-Ländern liegt," sagt Mujezinovic. Die Architektur des Wohnbaus schaffe Identifikation mit dem Ort und das "suburbane Liesing" werde somit Teil eines europäisch-urbanen Wien.

Platz für Wohnen und öffentliches Leben

Der Bau des Komplexes soll in drei, vier Jahren beginnen, nachdem die Pläne mit den Wiener Bauordnungsanforderungen abgestimmt wurden, erklärte Planungsstadtrat Rudi Schicker (SP). Im Wesentlichen solle sich aber wenig daran ändern, denn das Konzept habe deswegen gewonnen, weil es sowohl Platz für Wohnen als auch für öffentliches Leben schaffe.

Im oberen Bereich sollen 180 bis 200 Wohnungen Platz finden, im unteren ein Jugendzentrum, Cafés, und eine Bibliothek, auf einer Fläche von 1,3 Hektar. Dieses "innovative Projekt" wird in Ergänzung zu den nie fertig gewordenen Projekt der Coopgründe (Wohnen und Arbeiten 1995) zwischen Breitenfurterstraße und Lastenstraße stehen. Ein geplanter Steg über der Südbahn soll laut Schicker die "örtliche Attraktivität erhöhen". (mil, DER STANDARD - Printausgabe, 7. April 2006)

  • Auch Wien-Liesing soll mit dem geplanten Wohnbau zur europäischen Urbanität Wiens beitragen.
    foto: european

    Auch Wien-Liesing soll mit dem geplanten Wohnbau zur europäischen Urbanität Wiens beitragen.

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