"Detroit des Ostens"

10. August 2006, 19:21
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TU Wien: Chancen für heimische Kfz-Zulieferer - Boom um Bratislava hält an

Wien – Insgesamt werden ab 2008 jährlich voraussichtlich mehr als drei Millionen neue Pkws aus osteuropäischen Werken rollen, schätzt Wilfried Sihn vom Institut für Managementwissenschaften an der Technischen Universität Wien. 2005 waren es rund 1,9 Millionen. Dies würde bedeuten, dass in zwei Jahren rund fünf Prozent der weltweiten Produktion im "Detroit des Ostens" abläuft. "Doch im Vergleich zu Detroit, dem nordamerikanischen Zentrum der Automobilindustrie, hält der Boom 300 Kilometer rund um Bratislava weiterhin an", sagt Sihn am Donnerstag bei einer Studienpräsentation zum Thema. Für heimische Firmen gebe es Umsatzchancen: Das Beschaffungsvolumen von elf Herstellerwerken im genannten Radius werde bis 2008 mehr als 40 Milliarden Euro betragen. "Enorme Potenziale, die aufgrund der räumlichen Nähe auch durch österreichische Unternehmen realisiert werden können." Dringend zu schaffen wären Sihn gemäß "intelligente Lieferantenparks", eine "geeignete" Verkehrsinfrastruktur zwischen Wien, Bratislava und Prag sowie ein ein "Kompetenzcenter Automobil" mit möglichem Standort Wien. (Leo Szemeliker, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7.4.2006)
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