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Neues Biotech-Forschungszentrum in Krems

12. April 2007, 16:14

Blutreinigung und Tissue Engineering zählen zu den Spezialgebieten der Forscher an der Donau-Universität Krems

Im Bereich der Biomedizinischen Technologie hat sich die Donau-Universität Krems zu einer international renommierten Forschungseinrichtung entwickelt. Spezialgebiete der Kremser Forscher sind Blutreinigung, Multiorganversagen und Tissue Engineering, die Kultivierung von Zellen außerhalb des Körpers. Mit dem neuen Campus Krems wurden auch modernst ausgestattete Laborräume eröffnet, die optimale Voraussetzungen für künftige Erfolge in Forschung und Entwicklung bieten.

Intelligente Blutreinigungssysteme
Begonnen hat die Erfolgsgeschichte der biomedizinischen Forschung an der Donau-Universität Krems mit einem EU-Projekt, das sich mit der Entwicklung von Blutreinigungssystemen beschäftigte. Einen weiteren wichtigen Impuls gab die Einrichtung des „Christian Doppler Labor für spezifische Adsorptionstechnologie in der Medizin“ am Zentrum im Jahr 1999. Das erste Christian-Doppler-Labor im Bereich der Medizin entwickelt neuartige Verfahren für die Eliminierung krankheitsrelevanter Substanzen aus dem Blut. Diese werden etwa bei akutem Leber- oder Multiorganversagen, schweren Fettstoffwechselstörungen und Autoimmunerkrankungen eingesetzt.

Ein Vorzeigeprojekt der Kremser Forscher ist das Prometheus-System, eine „künstliche Leber“, die als Unterstützungssystem bei Patienten mit akutem Leberversagen eingesetzt und in Kooperation mit der Fresenius Medical Care AG bereits in Serie produziert wird.


Neuer Forschungsbereich Tissue Engineering Neu an der Donau-Universität Krems ist eine Arbeitsgruppe für Tissue-Engineering, die sich vorrangig mit biologischen Methoden der Rekonstruktion des Bewegungsapparats befasst. Dieser Arbeitsbereich wird seit April 2005 vom renommierten Orthopädie- und Tissue-Engineering-Spezialisten Univ.-Prof. Dr. Stefan Nehrer aufgebaut.

Modernst ausgestatte Labors auf dem neuen Campus Aufgrund der erfolgreichen Entwicklung wurde im Zuge des Campus-Projekts ein neues biomedizinisches Forschungszentrum geplant. Auf rund 800 Quadratmetern wurden modernste Labors für Zellkultur und Analytik, Biochemie, Polymertechnik, Verfahrenstechnik und Elektronik errichtet. Das Land Niederösterreich investierte eine Million Euro in den Laborbereich. „Mit den neuen Labors bewegen wir uns – auch im internationalen Vergleich – auf einem sehr hohen Level“, sagt Univ.-Prof. Dr. Dieter Falkenhagen, Leiter des Departments für Klinische Medizin und Biotechnologie an der Donau-Universität Krems.

Wichtiger Impuls für Technopol Krems

Für das auf Biomedizin spezialisierte Technopol Krems bedeutet das neue Forschungszentrum der Donau-Universität Krems einen weiteren wichtigen Impuls. Im Rahmen des Technopols kooperiert die Donau-Universität Krems eng mit dem RIZ (Regionales Innovationszentrum Krems), in dem unter anderem die ARS ARTHRO Biotechnologie GmbH und die Biotec Systems Krems GmbH angesiedelt sind, sowie mit dem BTZ (Biotechnologiezentrum Krems).

www.donau-uni.ac.at/biomed
Univ.-Prof. Dr. Dieter Falkenhagen
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