Mesh-Verfahren soll Funklöcher stopfen

2. August 2006, 12:04
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Einheitlicher Standard für die nächste Entwicklungsstufe im Funknetzbereich nach IEEE in Sicht

Das finnische Unternehmen Meshcom hat eine Software vorgestellt, die ein Mesh-Funknetz aus einzelnen Client-Computern herstellt. Im Ad-hoc-Modus arbeiten die Geräte zusammen und bauen ein Netzwerk auf. Das Normungsgremium IEEE hat kürzlich einen Vorschlag vorgelegt, der als Basis für den Funkstandard 802.11s dienen soll. Dieser ist ein Kompromiss aus den zwei Ansätzen SEEMesh (Intel, Cisco) und Wi-Mesh Alliance (Philips, Nortel, Swisscom Innovations). Er soll im Jahr 2008 verabschiedet werden und stellt die Grundlage für Mesh-Netze unter Einbeziehung von Access Points dar.

Senden, empfangen und routen

Mesh-fähige Geräte senden und empfangen Daten. Gleichzeitig nehmen sie Router-Funktionen wahr und leiten Daten an andere Client weiter. Die Infrastruktur ist dezentralisiert und jeder Knoten muss nur soviel Leistung erbringen, dass er sich mit dem nächsten verbinden kann. Intelligente Funktionen ermöglichen es, ein effizientes Netz automatisch einzurichten, sowie auf die aktuelle Situation zu reagieren, wenn beispielsweise ein Knoten ausfällt.

Von Gerät zu Gerät

Die Datenpakete werden von Gerät zu Gerät gesendet bis sie ihr Ziel erreicht haben. Das wird durch dynamisches Routing erreicht, wobei die Routing-Informationen von den einzelnen Netzwerkteilnehmen an die Nachbargeräte weitergegeben werden. Der Empfänger bestimmt danach, ob die Daten weitergesendet oder behalten werden sollen.

Nächste Entwicklungsstufe

Mesh-Netzwerke werden als nächste Entwicklungsstufe im Funknetzbereich gesehen. WLAN-Netzwerke decken oft nur kleine Bereiche wie eine Wohnung ab. Wireless Mesh Networks dagegen können genutzt werden, um die Flächendeckung zu erhöhen. Dies geschieht durch ein vermaschtes Netz, das in einem drahtlosen Funknetz implementiert ist. Während die Funkabdeckung bei herkömmlichen WLANs durch die kabelgebundene Vernetzung von Basisstationen erhöht wird, setzt das Mesh-Verfahren rein auf Funk und verbindet alle im Netz befindlichen Geräte miteinander. Größter Vorteil von Mesh-Netzen ist, dass auf diese Weise ein einziger fester Internetanschluss für ein weiträumiges drahtloses Netzwerk genutzt werden kann.(pte)

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Meshcom

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    Mesh-Netzwerk: Die Laptops verbinden sich jeweils mit den direkten Nachbarn.

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