"Flexicurity" im Mittelpunkt des EU-Handwerks- und KMU-Gipfels

7. Juni 2006, 14:25
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Das europäische Wirtschafts- und Sozialmodell, insbesondere eine bessere Balance zwischen Flexibilität und Sicherheit am Arbeitsmarkt werden in Graz diskutiert

Graz - Das europäische Wirtschafts- und Sozialmodell, insbesondere eine bessere Balance zwischen Flexibilität und Sicherheit am Arbeitsmarkt - kurz "Flexicurity" -, stehen im Mittelpunkt des 5. Handwerks- und KMU-Gipfel der UEAPME, der Europäischen Union des Handwerks und der Klein- und Mittelbetriebe, die kommenden Freitag und Samstag (7. und 8. April) in Graz tagt. Der Gipfel wird in Zusammenarbeit mit der WKÖ organisiert.

Zentrale Themen des Gipfels sind die Kompatibilität von Wirtschaftsreformen mit dem europäischen Sozialmodell. Auch die Zusammenarbeit zwischen den KMU-Verbänden in Europa ist ein wichtiges Thema. Erwartet werden bei den zweitägigen Beratungen Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, der derzeit auch Vorsitzender des ECOFIN-Rates ist, Wifo-Chef Karl Aiginger und WKÖ-Präsident Christoph Leitl sowie Repräsentanten der Europäischen Kommission und des Europäischen Gewerkschaftsbundes.

Europäische Politik

"Wir brauchen eine europäische Politik für die KMU und Ausnahmen für die Großen, nicht umgekehrt", erklärte Georg Toifl, Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk und UEAPME-Vizepräsident, im Vorfeld des Kongresses. In seinen Augen soll die Zusammenkunft den Anspruch unterstreichen, den KMU jenen Stellenwert einzuräumen, den sie verdienten.

Die UEAPME ist der Arbeitgeberverband und überparteilicher Sozialpartner, der auf europäischer Ebene die Interessen des Handwerks und der Klein- und Mittelbetriebe aus ganz Europa vertritt. Als europäischer Dachverband des Handwerks und der KMU vertritt die UEAPME 78 Mitgliedsorganisationen, die mehr als elf Millionen Unternehmen mit mehr als 50 Mio. Arbeitnehmern vertreten. (APA)

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