Neue Klagewelle gegen europäische TauschbörsenbenutzerInnen

26. Mai 2006, 10:30
77 Postings

Musikindustrie bringt insgesamt 2.000 Klagen in 10 Ländern ein - vom Post-Angestellten bis zum Richter

Eine neue Welle von Klagen hat die Musikindustrie gegen europäische BenutzerInnen von Tauschbörsen gestartet. Insgesamt rund 2.000 Klagen wurden laut der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) in zehn Ländern eingebracht, der Vorwurf ist immer derselbe: Die illegale Verbreitung von kopiergeschütztem Material.

Spektrum

Das soziale Spektrum der Betroffenen sei dabei laut IFPI weit gestreut - vom Teppichverleger bis zu einem deutschen Richter sei alles dabei. Bei Geschlecht und Alter sieht es anders aus: Eine Großteil der Klagen betreffe Männer zwischen 20 und 35 Jahren so der Verband der Musikindustrie.

Razzia

Zusätzlich zu den Anzeigen gab es in Italien auch eine Razzia in deren Rahmen 70 Computer beschlagnahmt wurden, um Spuren für illegales File Sharing nachzuweisen. Die IFPI weist darauf hin, dass sich die Klagen nicht gegen "kleine" Downloader richten sondern gegen Personen, die ihre Files auch zum Upload anbieten, eine Trennung die mit aktuellen File Sharing Clients freilich normalerweise ohnehin nicht gegeben ist.

Background

Die Musikindustrie macht den Online-Tausch für schleppende Absatzzahlen bei den CD-Verkäufen verantwortlich. Studien können diese Behauptung hingegen nur begrenzt bestätigen. Während Untersuchungen im Auftrag der Musikindustrie diese Aussagen wenig überraschend regelmäßig bestätigen, gibt es auch eine ganze Reihe von unabhängigen Studien, die ein differenzierteres Bild zeichnen. (red)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.