Neue Freenet-Version bietet bessere Anonymität

23. Juli 2007, 19:27
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Grundlegende Änderungen machen es schwieriger überhaupt herauszufinden, wer das File-Sharing-Netz nutzt

Das Freenet-Projekt hat eine erste Testversion der nächsten Generation ihres File Sharing-Clients zum Download freigegeben. Diese soll sich vor allem durch eine weiter verbesserte Anonymität auszeichnen.

Darknet

Ermöglicht wird dies dadurch, dass man die Herangehensweise an die Verbindungen mit anderen BenutzerInnen des Netzwerks umgedreht hat: Anstatt wie bei klassischen Netzwerken automatisch mit allen anderen TeilnehmerInnen verbunden - und somit für diese sichtbar - zu sein, muss man Verbindungen bei Freenet nun explizit zustimmen.

Problematik

Auf diese Weise soll eines der grundlegenden Probleme des Services ausgehebelt werden. Zwar ist es bisher schon möglich den Datentransfer zu anonymisieren und verschlüsseln - und damit für ÜberwacherInnen unlesbar zu machen - allerdings ließ sich bisher noch immer herausfinden, wer sich an Freenet beteiligt. Für staatliche Verfolgungsbehörden durchaus eine interessante Information, vor allem da sich ja Freenet auch vornehmlich als Tool gegen Zensur und für die Meinungsfreiheit versteht.

Auswahl

Abgesehen von dieser grundlegenden Entscheidung - künftige Versionen sollen übrigens einen gemischten Betrieb aus offenem Netz und privaten Zusammenhängen erlauben - gab es noch eine Reihe von weiteren Verbesserungen: So wurde die Architektur der Software optimiert, zur Datenübertragung wird nun UDP statt TCP verwendet, außerdem können Verbindungen durch Firewalls hindurch erstellt werden.

Download

Die erste Alpha von Freenet 0.7 kann kostenlos von der Seite des Projekts heruntergeladen werden. Dabei stehen Versionen für Windows und Unix/Linux zur Verfügung. (red)

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