Patentstreit: Eolas mit Änderungen am Internet Explorer nicht zufrieden

4. Mai 2006, 15:57
5 Postings

Microsoft soll sich lieber eine Lizenz kaufen - Änderungen eine "Schande"

Im Rechtsstreit um die angeblichen Patentverletzungen von Microsoft durch die Art, wie der Internet Explorer Plug-Ins in Webseiten einbindet, zeigt sich das klagende Unternehmen Eolas nun enttäuscht von der Reaktion von Seiten Microsofts: Der Softwarehersteller hätte lieber eine Lizenz kaufen sollen, als ein Änderung vorzunehmen, die eine Unzahl von Webseiten-BetreiberInnen zu Änderungen zwinge, so Mark Swords von Eolas gegenüber eweek. Diese Vorgangsweise sei schlicht eine "Schande"

Zusammenarbeit

Man selbst sei jedenfalls – trotz des laufenden Verfahrens – weiterhin dazu bereit eine gemeinsame Lösung zu finden, so Sword weiter. Offen lässt Sword auch, ob die angekündigten Änderungen am Internet Explorer als ausreichend erachtet werden, schließlich handle es sich derzeit noch um ein laufendes Verfahren.

Background

Streitpunkt ist das US-Patent mit der Nummer 5.838.906, diese gehört Eolas und beschreibt das Einbetten von Plug-Ins bzw. Applets in Webseiten. Eingebracht wurde das Ganze 1994, seit 1999 läuft der Rechtsstreit zwischen Microsoft und Eolas.

Änderungen

In den letzten Monaten mussten die Redmonder dabei einige signifikante Niederlagen einstecken. So wies etwa das US-Patentamt Ende September das Ansuchen des Konzerns nach Ungültigerklärung des Patents wegen "Prior Art" zurück. Als Konsequenz daraus hat sich Microsoft dazu entschlossen, diesen Teil des Internet Explorers umzuschreiben. Mit dem nächsten Patch Day am 11. April sollen diese Änderungen an alle KundInnen ausgeliefert werden – bislang war das Update nur "freiwillig" erhältlich. (red)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.