28. August 2006, 13:42
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Das Programm nennt sich "Partners in Education" und wurde vor über zehn Jahren ins Leben gerufen. Arthur Hirsh, Direktor der Webster University Vienna: "Ein Studium an einer privaten Universität ist nicht unbedingt kostengünstig, und nicht jeder talentierte Studierende kann sich so ein Studium leisten." Dieses Programm soll zumindest teilweise Abhilfe schaffen - und dabei gleich zwei Seiten bedienen, die Studenten wie die sie sponsernden Firmen.

Die kooperierenden Unternehmen stellen jeweils ein Stipendium für ein vierjähriges Bachelor-Studium zur Verfügung, der Stipendiat / die Stipendiatin, von einem Komitee in Absprache mit dem Unternehmen - dem "Sponsor" - ausgewählt, verpflichtet sich, bis zum Abschluss des Studiums Vollzeit zu studieren. Das jeweilige Unternehmen kann sich einen potenziellen Mitarbeiter - in seinem Sinne ausgebildet - gewissermaßen sicher stellen. Es gebe die Möglichkeiten, im Anschluss an das Studium entsprechende Praktika zu absolvieren, verpflichtend ist der Eintritt in die "Sponsoren-Firma" allerdings nicht. Anzunehmen ist aber, dass wohl wenige Studenten die Möglichkeit auf ein Praktikum respektive einen Job nach dem Studium ablehnen werden.

Suche in Osteuropa

Die Stipendienvergabe jedenfalls ist nicht an eine österreichische Staatsbürgerschaft geknüpft. Vielmehr bemühen sich zurzeit einige unter den mit der Webster University Vienna kooperierende Unternehmen (die Partners in Education) verstärkt um Studierende aus dem osteuropäischen Raum. So etwa die Unternehmen Mautner Markhof und UPC Telekabel sowie die Styria Medien.

Man konzentriere sich dabei auf Herkunftsländer, in denen die jeweiligen Unternehmen wirtschaftliche Interessen verfolgen. Das Interesse für die Finanzierung eines Stipendiums für eine Universität mit weltweit agierendem Netzwerk ist nicht nur unter osteuropäischen Studenten groß. Alle drei Unternehmen sponsern Stipendien in Höhe von je 50.000 Euro. (DER STANDARD-Printausgabe, 1./2.4.2006))

Von Heidi Aichinger

Nähere Informationen zu Webster Scholarships

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    foto: webster university
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