Bill Gates hat kein Geld zu verschenken

1. Juni 2006, 11:25
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Derzeit kursiert im Netz ein elektronischer Kettenbrief, der bares Geld von Microsoft verspricht

In den letzten Tagen geistert ein elektronischer Kettenbrief durch die heimischen Mailboxen - auch Deutschland und die Schweiz sind betroffen - diesmal geht es nicht um kranke Tiere oder Kinder, die ein Spenderorgan brauchen, sondern diesmal wird bares Geld vom Softwarekonzern Microsoft versprochen.

"Microsoft verschenkt Dollars"

Das Kettenmail kommt mit dem Betreff "Microsoft verschenkt Dollars". Dann folgt der Text: "Normalerweise sende ich keine Nachrichten dieser Art, aber diese Nachricht kommt von einer sehr guten Freundin, meiner Freundin, diese ist Anwältin und es scheint eine interessante Möglichkeit zu sein. Wenn Sie sagt, dass es funktioniert, dann funktioniert es auch. Jedenfalls kann man nichts dabei verlieren". Dann berichtet der Brief von einem "Test" und "Wenn ihr darauf nicht reagiert, könnte es Euch später leid tun". Und zum Schluss dann endlich die gute Nachricht - die leider keine reale ist - "Wenn ihr diese Mail an Freunde versendet, kann und wird Microsoft zwei Wochen lang euren Spuren folgen. Für jede Person, die diese Nachricht versendet, zahlt Microsoft 245 Euro".

Anrufe bei Microsoft

Laut ersten Medienberichten soll es in Zusammenhang mit dem Mail schon zu Anrufen, auch von Managern, bei Microsoft gekommen sein. Die Anrufer wollten wissen, ob dieser Brief und die Geldzahlungen wirklich der Wahrheit entsprechen. Wer nun auf das große Geld hoffte, der wurde enttäuscht - natürlich hat Bill Gates kein Geld zu verschenken.

Keine Verfolgung

Wie der Spiegel, unter Berufung auf Microsoft Deutschland, berichtet, wird der Softwarekonzern nicht gegen die Urheber vorgehen. Zum einen müsste wirklich Geld fließen bevor der Tatbestand eines Betrugs erfüllt ist, zum anderen können Urheber von Hoaxes ohnehin so gut wie nicht ausgeforscht werden. Auch geht der Softwarekonzern nicht davon aus, dass es sich um ein Mail zum Adresssammeln handle, da Spammer deutlich effektivere Methoden besitzen und nutzen würden. Somit bleibt nur eine Lösung - das Mail zu ignorieren und einfach zu löschen.(red)

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