Gute, neue Hände

22. Jänner 2007, 16:23
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Innsbruck gehört zu den weltweit wichtigsten Zentren für Transplantationschirurgie. Im März 2000 wurden dem 47-jährigen Polizisten Theo Kelz, der beide Hände durch eine Sprengbombe verloren hatte, zwei neue Hände transplantiert. "Die Operation war nicht nur kurzfristig, sondern vor allem auch nachhaltig ein großer Erfolg," berichtet Stefan Schneeberger, Koordinator des Transplantationsteams im American Journal of Transplantation.

Diese Erkenntnis ist wichtig, denn nach Fragen der technischen Machbarkeit ginge es für die weitere Entwicklung darum, die Bilanz der Spätfolgen bei Transplant-Patienten zu ziehen. Abstoßungsreaktionen hätte man gut in den Griff bekommen, berichtet Schneeberger, die transplantierten Hände erreichen 60 Prozent des Funktionsumfanges. Weltweit wurden bisher 24 Hände transplantiert, vier davon in Innsbruck. (DER STANDARD, Printausgabe, red, 3. 4. 2006)

  • Stefan Schneeberger
    foto: echo/friedle

    Stefan Schneeberger

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