Außenhandelsbilanz: Bartenstein sieht "Superstart" für Exporteure

31. März 2006, 19:46
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Mit dem Exportplus von 11,9 Prozent im Jänner 2006 im Vorjahres­vergleich habe das Exportwachstum weiter an Dynamik gewonnen

Wien - Wirtschaftsminister Martin Bartenstein sieht in den Außenhandelsdaten für Jänner einen "Superstart" von Österreichs Exporteuren ins Jahr 2006. Mit dem Exportplus von 11,9 Prozent im Jänner 2006 im Vorjahresvergleich habe das Exportwachstum weiter an Dynamik gewonnen. Die "100-Milliarden-Euro-Schallmauer" bei Warenexporten werde noch heuer durchbrochen, zeigte sich Bartenstein am Freitag in einer Aussendung zuversichtlich.

Die Dynamik der österreichischen Exportwirtschaft ziehe sich quer durch alle Märkte: Dies zeige sich in den 'alten' EU-Staaten (Deutschland: plus 13,3 Prozent) ebenso wie in den neuen EU-Mitgliedstaaten (Polen: plus 26,4 Prozent), bei künftigen EU-Mitgliedern (Bulgarien: plus 31,7 Prozent) und den wichtigsten Handelspartnern außerhalb der Union (Schweiz: plus 25,1 Prozent). Die Exportzuwächse in die USA betragen 20,1 Prozent und nach China 21,5 Prozent.

Exportierende Betriebe

Die Zahl der exportierenden Betriebe habe sich innerhalb von zehn Jahren auf über 27.000 verdreifacht. Das sei auch ein wichtiger Impuls für den Arbeitsmarkt, schließlich hänge in Österreich jeder zweite Arbeitsplatz von der Exportwirtschaft ab, so Bartenstein. Allein im vergangenen Jahr seien durch das Exportwachstum in Österreich 38.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden.

"Das Exportgeschäft ist die wichtigste Konjunkturstütze und der Arbeitsplatz-Garant Österreichs", betonte Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ, in einer Aussendung. Machte das Ausfuhrplus im vergangenen Exportjahr 4,6 Prozent aus und im Monat Dezember "nur" 2,9 Prozent, so startete die heimische Exportwirtschaft mit einem "rasanten Anstieg" der Ausfuhren im Jänner von plus 11,9 Prozent. "Nachdem wir 2004 Exporteuropameister waren, dürfte 2006 wieder ein hervorragendes Jahr für unsere Exportwirtschaft werden", erwartet Koren "und unser angestrebtes Ausfuhrplus von rund sieben Prozent für das gesamte Jahr ist absolut in Reichweite."

Euro-Dollar-Problematik

Neben der guten Entwicklung der Deutschlandexporte sei besonders erfreulich, dass bei den Ausfuhren in den wichtigsten Überseemarkt, die USA, die Euro-Dollar Problematik keine Rolle mehr spiele und sich die Tendenz einer positiven Exportentwicklung, die sich schon im Dezember des Vorjahres abzeichnete, heuer fortsetzt", so Koren. Lag das Ganzjahresergebnis 2005 bei den USA-Exporten noch bei einem marginalen Plus von +0,4 Prozent, so war das Dezemberergebnis mit plus 18,6 Prozent schon hervorragend und selbst dieses konnte im Jänner mit plus 20,1 Prozent noch getoppt werden.

Unter den wichtigsten Überseedestinationen falle einzig Japan mit einem Rückgang von 2,7 Prozent (2005: -2,7 Prozent) aus der Reihe. Im Nahen- und Mittleren Osten setzte sich hingegen die Erfolgsstory der österreichischen Exportwirtschaft ungemindert fort. Nach einem Jahresergebnis von 18,6 Prozent machte der Zuwachs im Jänner sogar 38,5 Prozent aus, so Koren. (APA9

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    Die "100-Milliarden-Euro-Schallmauer" bei Warenexporten werde noch heuer durchbrochen, zeigte sich Bartenstein zuversichtlich.

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