Erstes Spitzentreffen zu geplanter Kampagne

31. März 2006, 18:29
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Bürgermeister traf Vertreter der Bürgerinitiative für hundekotfreies Wien - Aktion soll noch heuer starten

Wien - In konstruktiver Atmosphäre wurde in Wien am Freitag dem Hundekot zu Leibe gerückt: Bei einem ersten Treffen zwischen Bürgermeister Michael Häupl, Umweltstadträtin Ulli Sima (beide SPÖ) und Vertreterinnen der Bürgerinitiative für ein hundekotfreies Wien bekundeten alle Beteiligten ihren Willen, das Bewusstsein der Hundehalter mit einer groß angelegten Kampagne zu schärfen. Diese soll noch heuer starten.

"Die Mehrheit der Wienerinnen und Wiener hat genug davon, dass sie ununterbrochen in den Dreck steigt", formulierte Häupl nach dem Treffen drastisch. Man werde nun eine Kampagne entwickeln, wobei man eng mit den Vertretern der Bürgerinitiative zusammenarbeite. Umweltstadträtin Sima betonte in diesem Zusammenhang, dass ihr etwas Neues und Unkonventionelles vorschwebe.

Evaluierung der Ergebnisse geplant

Nach einem halben bis dreiviertel Jahr sollten die Ergebnisse dann evaluiert werden, umriss Häupl die weitere Planung. Klar müsse sein, dass am Ende des Tages auch Strafen stünden, sollten alle Kampagnen keinen Erfolg haben, so der Bürgermeister. Diese Strafen könnten durchaus höher ausfallen als derzeit, was aber nicht zum Kern des jetzigen Vorhabens gehöre.

Verhalten optimistisch zeigten sich auch die beiden Vertreterinnen der Bürgerinitiative. Der politische Wille scheine vorhanden zu sein, so Ingrid Pecher. Die Initiative sammelt seit Mitte März Unterschriften für ein hundekotfreies Wien. Unter www.hundekot.at wurden bis Freitagnachmittag bereits über 113.000 Unterzeichner gezählt. Nun warte man das Ende der Eintragungsfrist (30. April) ab, stellte auch Petra Jens als Sprecherin der Aktion klar.

Ebenfalls zufrieden mit den ersten Gesprächen zeigte sich Stadtpsychologin Cornelia Ehmayer, die als Beraterin der Bürgerinitiative mit ins Rathaus gekommen war. Ehmayer war bereits 2002 als Anti-Hundekot-Aktivistin in Erscheinung getreten, als sie die Hundehäufchen auf einem Platz im Bezirk Neubau regelmäßig mit Fähnchen verziert und somit temporär einen Rückgang der Hundstrümmerl bewirkt hatte. Ihr sei vor allem wichtig, dass die geplante Kampagne über längere Zeit laufe. (APA)

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