13 Prozent der ÖsterreicherInnen sind armutsgefährdet

31. März 2006, 11:31
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EU-SILC-Studie: 1,030.000 Personen haben weniger als 848 Euro monatlich

Wien - In Österreich gelten 1,030.Personen oder 13 Prozent der Bevölkerung als armutsgefährdet. Nach einer neuesten Statistik von EU-SILC (Statistics on Income and Living Conditions) verfügt diese Gruppe über weniger als 10.182 Euro pro Jahr oder 848 Euro monatlich.

Frauenanteil bei 14 Prozent

Dabei ist das Armutsrisiko unterschiedlich. Unter Erwerbstätigen liegt es bei acht Prozent, bei Männern werden elf Prozent ausgewiesen, PensionistInnen liegen bei 13 und Frauen bei 14 Prozent. Auszubildende sind zu 19 Prozent armutsgefährdet, Arbeitslose liegen mit 32 Prozent an der - negativen - Spitze. Das bedeutet, dass Erwerbstätigkeit der wirksamste Schutz vor Armutsrisiken ist, heißt es in der Studie.

Mittleres Einkommen 1.414 Euro

EU-SILC hat ferner erhoben, wie viel Netto-Einkommen den Haushalte insgesamt zur Verfügung steht. Mit einem gewichteten Pro-Kopf-Einkommen von jährlich 16.969 Euro für einen Einpersonenhaushalt liegt man demnach genau in der Mitte - die eine Hälfte der Bevölkerung hat geringere Einkommen, die andere höhere. Das entspricht einem Monatsbetrag von 1.414 Euro.

Das einkommensschwächste Viertel der österreichischen Bevölkerung verfügt über jährlich weniger als 12.868 Euro, das reichste Viertel kommt hingegen auf zumindest 22.404 Euro. (APA)

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