1. Juni 2006, 11:26
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Graz - Ein gemeinsames Dach für die über fünf Standorte verstreute Katholisch-Theologische Fakultät der Uni Graz wird nun zur Realität. Ab dem Wintersemester 2007 sollen alle 13 Institute im "Unizentrum Theologie" vereint sein. Der Spatenstich für den Neubau nahe der Karl-Franzens-Universität erfolgte am Freitag. "Mit der Zusammenführung wird ein wichtiges strategisches Projekt der Uni Graz verwirklicht", so Rektor Alfred Gutschelhofer. Das Investitionsvolumen beträgt rund 8 Mio. Euro.

Moderne Umgebung

In einem neuen Komplex in der Heinrichstraße wird das "Unizentrum Theologie" seine Heimat finden. "Die moderne Umgebung trägt der zeitgemäßen Ausrichtung der Fakultät in Forschung und Lehre Rechnung", so Gutschelhofer anlässlich des Spatenstichs am Freitag. Das "Unizentrum Theologie" wird aus zwei Flügeln bestehen und eine Nutzfläche von 3.500 Quadratmetern haben. "Neben Büros, Hörsälen und Seminarräumen entsteht auf rund 1.300 Quadratmetern eine eigene Fakultätsbibliothek - ein bislang unerfüllter Wunsch", so Dekan Rainer Bucher.

Institute zusammengeführt

Eine Investorengruppe rund um den Grazer Baumeister Rudolf Leitner wird den Neubau errichten und betreiben, den die Universität Graz dann anmieten wird. Abgewickelt wird die Errichtung von der BM Leitner Planungs- und Bauaufsicht GmbH. Uni-Professor Christian Wessely wird als Projektbeauftragter die Detailplanung und logistische Vorbereitung für mehr als 60 Mitarbeitern und rund 500 Studierende übernehmen. Laut Rektor Gutschelhofer verkürze die Zusammenführung der Institute die Wegzeiten zwischen den einzelnen Standorten und sorge somit für eine verbesserte Effizienz.

Gesamtkosten 8 Mio. Euro

Die Gesamtkosten des Bauvorhabens betragen rund 8 Mio. Euro. Darin enthalten sind auch die Kosten für die Renovierung einer am Baugelände befindlichen Villa, die in ihrer Form erhalten bleibt und in der Privatwohnungen untergebracht sind. Diese sollen weiterhin privat vergeben werden.

Günstige Heinrichstraße

Ursprünglich sollte die Katholisch-Theologische Fakultät der Uni Graz im ehemaligen Korpskommando im Palais Kees in der Glacisstraße zusammengeführt werden, Bauherr die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) sein. Mit dem Komplex in der Heinrichstraße wird das neue Theologiezentrum allerdings zu einem um 30 Prozent günstigeren Mietpreis als im Palais Kees "wohnen".

Der geplante Umzug der Fakultät in die Glacisstraße war im Herbst 2004 auf Grund eines nicht abschätzbaren finanziellen Risikos gescheitert. Die BIG hatte den Zeitraum der Re-Finanzierung des Palais-Umbaus von 33 auf 25 Jahre reduziert. Zudem hätten allfällige Erhöhungen der Kosten, die durch die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes entstehen hätten können, auf die Uni abgewälzt werden können.(APA)

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