Pegel in Niederösterreich weiter hoch

31. März 2006, 19:48
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Rückgänge durch Regenfälle und Schneeschmelze "gebremst" - 100 Liter Altöl an der Thaya ausgelaufen

St. Pölten - Die größte Gefahr sei derzeit gebannt, erklärte der niederösterreichische Landesrat Josef Plank. Die Pegel der Flüsse in Niederösterreich haben sich am Freitag auf hohem Niveau stabilisiert, berichtete auch der Hydrographische Dienst. Der Rückgang des Donau-Hochwassers in Bayern und Oberösterreich haben das Hochwasser auch in Niederösterreich gebremst. Das selbe gilt für die Thaya im Waldviertel und die March-Pegel an der slowakischen Messstelle Moravsky Jan.

Thaya: 100 Liter Altöl ausgelaufen

Das Hochwasser hat am Donnerstag in Waidhofen an der Thaya zum Auslaufen von 100 Liter Altöl geführt. Laut NÖ Sicherheitsdirektion waren mehrere Kanister auf einem leer stehenden Firmenareal gelagert. Im Zuge der Überflutung durch den Thayafluss stürzten diese um und drohten das Gewässer zu verunreinigen. Die Feuerwehr errichtete jedoch rechtzeitig eine Ölsperre, die Flüssigkeit wurde gebunden und abgesaugt.

Freitag: Wenig Regen erwartet

Die Niederschlagsprognosen für Freitag sind "moderat". Für die Donau wurden vorerst gleich bleibende bis schwach fallende Pegel erwartet.

Teilsperre zur Grenzpolizei Berg

Auf Grund der Hochwassersituation und der daraus resultierenden starken Wildwechselgefahr wurde in der Nacht auf Freitag eine Teilsperre zur Grenzpolizei Berg (Bezirk Bruck a.d. Leitha) verfügt. Kfz bis 7,5 Tonnen werden ab dem Kreisverkehr Wolfsthal auf der B9 nach Kittsee umgeleitet, Fahrzeuge über 7,5 Tonnen werden blockweise abgefertigt.

Schäden noch nicht abschätzbar

Plank hatte sich am Donnerstag in Abstimmung mit Landeshauptmann Erwin Pröll ein Bild von der Hochwassersituation im nördlichen Niederösterreich gemacht. Die entstandenen Schäden seien vorerst noch nicht abschätzbar. Die Gemeinden würden jedoch umgehend mit den diesbezüglichen Erhebungen beginnen, so der Landesrat am Freitag.

Plank betonte außerdem, dass die Zusammenarbeit und die Kommunikation mit den tschechischen Behörden "deutlich verbessert funktioniert" habe. Niederösterreichische Einsatzkräfte hätten problemlos Sicherungsarbeiten auf tschechischem Gebiet durchführen können. Bei Laa a.d. Thaya/Hevlin wurde ein Dambruch in gemeinsamer Arbeit verhindert.(APA)

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