Teheran regt zur Schlichtung "regionales Konsortium" an

31. März 2006, 13:34
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Irans Außenminister bekräftigt Mottaki aber Anspruch auf Atomtechnik

Genf - Nach der Erklärung des UN-Sicherheitsrates zum iranischen Atomprogramm hat Irans Außenminister Manouchehr Mottaki die Schaffung eines "regionalen Konsortiums" zur Beilegung des Streits um die Urananreicherung angeregt. Diesem Gremium sollten Länder aus der Region angehören, die "bereits nationale Programme zur Anreicherung unterhalten und ihre zivilen (nuklearen) Aktivitäten entwickeln wollen", sagte Mottaki am Donnerstag auf der UN-Abrüstungskonferenz in Genf.

Die Kosten sollten von den beteiligten Ländern übernommen werden. Die Aufsicht solle die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO/IAEA) führen. Ein solches Konsortium solle nach bestimmten Regeln auch für Ländern außerhalb der Region offen sein, sagte Mottaki.

Recht auf "friedliche" Nutzung der Atomenergie

Gleichzeitig bekräftigte Mottaki das Recht seines Landes auf eine "friedliche" Nutzung der Atomenergie. Der Minister kritisierte das "hastige" Vorgehen des Sicherheitsrates. Der Sicherheitsrat hatte dem Iran am Mittwoch (Ortszeit) in einer Erklärung 30 Tage Zeit eingeräumt, seine Aktivitäten zur Urananreicherung vollständig einzustellen. Sanktionen wurden darin zunächst nicht angekündigt.

Am Donnerstag wollten die Außenminister der fünf Vetomächte in Berlin mit dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) über eine langfristige Strategie im Atomstreit mit dem Iran beraten. (APA)

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