EU-Projekt "Videos statt Drogen"

31. März 2006, 09:40
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Empowerment Jugendlicher durch digitale Geschichten - Gut dotiertes Projekt soll zur Selbstreflexion motivieren

Bregenz - "Zeig deine Welt! Sag, was du meinst! Bring deine Geschichte ins Kino!" Mit diesen und ähnlichen Aufforderungen wollen die Initiatoren des Interreg-Projekts "Reflect and Act" Kids dazu bringen, sich und ihre Lebenswelten auf Videos darzustellen. 400.000 Euro investieren EU, Land Vorarlberg und die deutschen Partnerstädte Lindau und Friedrichshafen die nächsten drei Jahre in die Digital Storys der 14- bis 26-Jährigen. Das gut dotierte Projekt soll die Jugendlichen zur Selbstreflexion motivieren.

Landesstatthalter Hans-Peter Bischof (VP), zuständig für die Ressorts Kultur und Gesundheit: "Statt nur Videoclips zu konsumieren, sollen die Jugendlichen selbst Clips über ihr eigenes Leben produzieren". Außer zur kreativer Freizeitgestaltung anleiten will die Politik aber noch mehr. Nämlich "den stark forcierter Ansatz der Prävention" (Bischof) umsetzen. Projektträger ist die Stiftung Maria Ebene, das regionale Suchtkrankenhaus. Über die Videoarbeiten und deren Präsentation sollen, so der Psychologe Karl-Heinz Marent, die Jugendlichen "Anerkennung und Wertschätzung Gleichaltriger bekommen", aber auch den Erziehenden Aha-Erlebnisse durch Einblick in die Alltagswelten ihrer Kinder und Schüler ermöglichen. Bei "Reflect and Act" können alle Jugendlichen mitmachen, gestartet wird in ausgewählten Jugendtreffs. (jub, DER STANDARD - Printausgabe, 30. März 2006)

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Reflect
  • Kids und Jugendliche machen Videos, zeigen ihre Lebenswelten - die Politik verspricht sich von diesem (Selbstdarstellungs-)Projekt auch Drogenprävention.
    foto: epa/wolberg

    Kids und Jugendliche machen Videos, zeigen ihre Lebenswelten - die Politik verspricht sich von diesem (Selbstdarstellungs-)Projekt auch Drogenprävention.

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