Hochwasser: Dammbruch bei Waidhofen a.d. Thaya

30. März 2006, 09:56
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Landesfeuerwehrkommando: Mit Sandsäcken stabilisiert - Pegel in Niederösterreich auf hohem Niveau stabil

Waidhofen a.d. Thaya - Durch das Hochwasser der Thaya ist heute, Mittwoch, Nachmittag ein Damm bei Waidhofen gebrochen. Nach Angaben des Landesfeuerwehrkommandos wurde mit Hilfe von Sandsäcken eine Stabilisierung erreicht.

Durch den Dammbruch wurde ein leerer Campingplatz teilweise überschwemmt. 50 bis 70 Objekte waren nach Angaben von Feuerwehrsprecher Jörg Würzelberger schon zuvor überflutet worden. Keller mussten ausgepumpt werden.

In Hardegg (Bezirk Hollabrunn) wurde am Mittwochnachmittag ein Ortsteil evakuiert. Dies geschah laut Würzelberger aus Sicherheitsgründen, weil aus dem tschechischen Kraftwerk Vranov (Frajn a. d. Thaya) Wasser abgelassen wurde.

Pegel in Niederösterreich auf hohem Niveau stabil

Die Hochwasser-Situation in Teilen Niederösterreichs blieb am Mittwochabend angespannt. Nach Angaben des Hydrographischen Dienstes des Landes hatten die meisten Flüsse ihre Höchststände erreicht bzw. waren kurz davor. Die Pegel zeigten sich somit auf hohem Niveau weitgehend stabil. Für die späten Nachtstunden wurde eine leichte Entspannung erwartet.

Auf der Donau in Ybbs lautete die Tendenz bereits am Abend auf leicht fallend. An den Messstellen stromabwärts sollten die Höchststände gegen Mitternacht erreicht sein, hieß es beim Hydrographischen Dienst in St. Pölten. Wurden gegen 20.00 Uhr in Kienstock 7,88 und in Korneuburg 6,44 Meter gemessen, sollten es vier Stunden später laut Prognose 8,00 bzw. 6,60 Meter sein.

Nach wie vor steigend war gegen 20.00 die Thaya bei Raabs. Die Pegel der Lainsitz in Gmünd und des Kamp in Zwettl hatten hingegen die Scheitel schon erreicht. Die Tendenz lautete auf gleichbleibend.

Ein allzu schnelles Absinken der Wasserstände sei jedoch nicht zu erwarten, wurde beim Hydrographischen Dienst betont. Dazu komme, dass ab Donnerstagabend laut Hoher Warte in Wien wieder Niederschläge von Bayern bis Niederösterreich erwartet würden. (APA)

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