Kleiner Vorteil für Salzburg

30. März 2006, 21:57
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VSV nach Heimniederlage mental leicht angeschlagen - Norweger Thoresen herausragender Spieler der Finalphase

Villach - Mit zwei Siegen innerhalb von drei Tagen haben sich die Red Bulls Salzburg im Kampf um den Meisterpokal in der Erste Bank Eishockey Liga zurück gebracht. Durch den 4:3-Erfolg gegen Pasut VSV am Dienstag in Villach haben die Roten Bullen am Donnerstag (19:15/live Premiere Austria) mit Heimvorteil in der Eisarena Volksgarten die Chance, erstmals in der "best of seven"-Serie (Stand: 2:2) in Führung zu gehen.

In einem hochklassigen und dramatischen Spiel war der Norweger Patrick Thoresen Mann des Abends. Der Center, der zu Monatsbeginn als Ersatz für den verletzten, NHL-erfahrenen Darby Hendrickson vom schwedischen Klub Djurgaarden geholt worden ist, drehte mit einem Doppelpack (44., 53.) die Partie und erwies sich einmal mehr als Goldgriff. Lediglich seine Anmeldung, die fehlerhaft war und im Halbfinale auf dem Grünen Tisch zu einer 0:5-Niederlage gegen die Vienna Capitals geführt hatte, verlief nicht wie geplant.

Egal, ob mit den österreichischen Teamstürmern Dieter Kalt und Matthias Trattnig an seiner Seite, oder wie zuletzt im Legionärs-Sturm mit Frank Banham und Juha Lind, der 22-Jährige hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Führungsspieler mit Torjäger-Qualität gemausert. Mit 5 Toren und 8 Assists in 7 Spielen, einer außergewöhnlichen Bilanz in einem Playoff, ist Thoresen der herausragende Spieler der Finalphase.

Dennoch blieb er zurückhaltend. "Es war ein ganz wichtiger Sieg. Es zeigt, dass wir einen guten Teamgeist besitzen. Man hat gemerkt, dass der VSV unbedingt gewinnen wollte, die Niederlage tut ihnen mental sicher sehr weh. Das Finale wird noch eine spannende Angelegenheit werden, wir haben jetzt das Momentum auf unserer Seite", erklärte der Norweger.

Kapitän Dieter Kalt freute sich, dass "das Heimrecht wieder bei uns ist", klagte aber über die Behandlung der Villacher Fans. "Es ist sicher nicht lustig, nach Villach zu kommen, sie sind sehr heimstark. Auch die Fans haben alles Mögliche nach uns geworfen, Batterien, Schrauben und Feuerzeuge. Beim letzte Mal haben sie sogar beim Premiere-Interview auf uns uriniert", ärgerte sich der Klagenfurter.

Für den VSV gilt, die zwei Niederlagen weg zu stecken und die Serie wieder bei Null zu beginnen. "Villach spielt mit viel Stolz und Ehre", setzt VSV-Coach Greg Holst auf bekannt Villacher Tugenden, und stellt eine einfache Rechnung auf: "Im Finale kann alles passieren. Wir müssen jetzt noch einmal auswärts und einmal zu Hause gewinnen." (APA)

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