Spitäler vor Teilprivatisierung

8. Juni 2006, 14:55
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Österreichische Unternehmen aus dem Bereich der Gesundheits- und Medizintechnik mit ausgezeichneten Geschäftschancen

Preßburg - Österreichische Unternehmen aus dem Bereich der Gesundheits- und Medizintechnik haben in der Slowakei ausgezeichnete Geschäftschancen. "Das slowakische Gesundheitswesen bietet durch die Umbruchsituation vor allem in den Bereichen Labor, Apotheken aber auch Spitalsmanagement viele attraktive Möglichkeiten", erklärte der Österreichische Handelsdelegierte in Bratislava, Konstantin Bekos, anlässlich des Wirtschaftssymposions "Showcase Gesundheitsmarkt", an dem 50 österreichische Unternehmensvertreter teilnahmen.

Der Beitrag des slowakischen Gesundheitssektors zum BIP liegt derzeit noch weit unter dem EU-Durchschnitt. Slowakische Spitäler weisen auf Grund einer ineffizienten Krankenversorgung hohe Überkapazitäten auf und der gesamte Gesundheitssektor verursacht hohe Verluste. Deshalb sollen in einem ersten Schritt ausgewählte Spitäler in Aktiengesellschaften oder Nonprofit-Vereine umgewandelt werden. 49 Prozent der Anteile an diesen Aktiengesellschaften werden im öffentlichen Auswahlverfahren schließlich an private Investoren verkauft.

Die Reform macht auch nicht vor einer Veränderung des staatlichen Krankenkassensystems halt. Erste Lizenzanträge für die Eröffnung einer entsprechende Privatkrankenkasse liegen bereits vor. (APA)

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