Schwerpunktaktion gegen Geheimprostitution

30. März 2006, 09:25
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Ziel ist eine nachhaltige Verdrängung der Straßenprostitution

Wien - Geheimprostituierte und ihre Kunden sind in der Nacht auf Mittwoch im Zentrum einer Schwerpunktaktion der Polizei in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus gestanden.

Es gab es 14 Anzeigen wegen illegaler Prostitution, eine Festnahme wegen eines Schubhaftbescheides, drei Anzeigen wegen Diebstahls, eine nach dem Fremdenpolizeigesetz, eine wegen Alkohols am Steuer und zwei nach dem Verkehrsrecht, berichtete Mag. Ernst Böhm vom Polizeikommissariat Fünfhaus. Aktion über mehrere Wochen

"Es wird eine konzertierte Aktion über mehrere Wochen geben, kündigte Böhm an. Ziel ist eine nachhaltigen Verdrängung der Straßenprostitution aus Wien", erklärte Karl Mahrer, stellvertretender Landespolizeikommandant. Ausgangspunkt sei die Beobachtung gewesen, dass sich in jüngster Zeit immer mehr Geheimprostituierte aus Ungarn und ihre Zuhälter auf der Äußeren Mariahilfer Straße aufgestellt hätten. Es sei bereits zu Reviers-Auseinandersetzungen gekommen.

Neue Strategie Die Ermittler haben eine neue Strategie ausgearbeitet: Frühere Polizeiaktionen, die sich nur gegen die Prostituierten richteten, haben gezeigt, dass die Frauen schnell durch andere ersetzt wurden, wenn sie aufflogen. "Wir werden nun auch die Kunden kontrollieren", erklärte Mahrer.

Gleichzeitig will die Exekutive im selben Zeitraum auch eine Schwerpunktaktion im Stuwerviertel in der Leopoldstadt durchführen. (APA)

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