Klotüre verwechselt: Mann bei 140 km/h aus fahrendem Zug in Tirol gestürzt

31. März 2006, 20:32
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Reisender schwer verletzt auf den Gleisen gefunden - Türen können normalerweise nicht geöffnet werden

Innsbruck - Bei einer Geschwindigkeit von rund 140 km/h ist in der Nacht auf Mittwoch ein 40-jähriger Mann aus einem Zug in Tirol gestürzt. Er hatte nach eigenen Angaben die Toiletten- mit der Ausstiegstüre verwechselt. Wie die Polizei berichtete, wurde er schwer verletzt auf den Gleisen gefunden.

Der Reisende wollte offenbar auf seinem Weg nach Leoben gegen 1.50 Uhr auf der Höhe von Hall (Bezirk Innsbruck-Land) eine Zugtoilette aufsuchen. Dabei habe er irrtümlicherweise die Ausstiegstüre des Waggons geöffnet. Gegen 2.00 Uhr fand ein Lokführer den noch ansprechbaren Verletzten. Der Mann wurde mit schweren Verletzungen an beiden Beinen in die Universitätsklinik Innsbruck eingeliefert.

Rätsel um Türen

Laut ÖBB seien nach Bekanntwerden des Unfalls alle 44 Türen der elf Waggons von Fachpersonal überprüft worden. Es seien aber keine technischen Einschränkungen oder eine offene Türe festgestellt worden. Um eine Zugtür ab einer Geschwindigkeit von fünf km/h von Hand zu öffnen, müsste normalerweise ein Nothebel betätigt und dann die Türe von Hand zur Seite geschoben werden.(APA)

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