Brasilianische Frauen zur Prostitution gezwungen

29. März 2006, 10:52
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Polizei hat schweizerisch-brasilianischen Menschenhändler-Ring ausgehoben

Rio de Janeiro - In einer gemeinsamen Aktion haben die Polizei in Brasilien und in der Schweiz einen Prostituiertenring ausgehoben. Hauptbeschuldigter ist ein 58-jähriger Schweizer, gab die brasilianische Bundespolizei bekannt.

Der Schweizer heuerte nach Darstellung der Ermittler über Mittelsmänner brasilianische Frauen in der Stadt Belo Horizonte an, die nach Zürich gebracht wurden. Dort seien die Brasilianerinnen 16 bis 18 Stunden pro Tag zur Prostitution gezwungen worden.

Gewaltattacken

Den Frauen wurden die Pässe abgenommen, sie seien geschlagen und es sei ihnen die Nahrung entzogen worden, hieß es in der Polizeimitteilung. Die Männer, die die Frauen im Auftrag des Schweizer Bandenchefs rekrutierten, erhielten für jede in die Schweiz geschickte Frau 400 Schweizer Franken (255 Euro).

Die brasilianische Polizei verhaftete acht Verdächtige. Gegen vier weitere erließ die Schweizer Polizei Haftbefehle. Die Beschuldigten müssen in Brasilien wegen Menschenhandels mit Haftstrafen bis zu 16 Jahren rechnen. Neun Brasilianerinnen sind laut der Polizei zudem in der Schweiz in Haft und können nach der Befragung durch die Schweizer Polizei in ihre Heimat abgeschoben werden. (APA/AP)

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