UN-Sicherheitsrat setzte nach Taylors Verschwinden Sondersitzung an

31. März 2006, 13:06
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Liberias Ex-Präsident wegen Schreckensherrschaft angeklagt

New York - Nach dem Verschwinden des wegen Kriegsverbrechen angeklagten früheren liberianischen Präsidenten Charles Taylor aus Nigeria hat der UN-Sicherheitsrat eine Sondersitzung angesetzt. Der Rat sei besorgt über die Nachricht von Taylors Verschwinden aus seinem nigerianischen Exil, sagte der amtierende Vorsitzende Cesar Mayoral am Dienstag. Das Gremium werde am Mittwoch zu einer Sondersitzung zu dem Thema zusammenkommen.

Taylor war am Montagabend unter ungeklärten Umständen aus seiner Villa im Südosten von Nigeria verschwunden, nachdem es Anzeichen für seine baldige Auslieferung an ein UN-Tribunal gegeben hatte. Gegen den früheren Präsidenten des westafrikanischen Landes liegt eine umfassende Anklageschrift vor; er soll sich für wegen der Verbrechen unter seiner Schreckensherrschaft verantworten, in der Plünderungen, Vergewaltigungen, Folter und Morde an der Tagesordnung waren. (APA)

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