Olympique Lyon "kein Fallobst"

29. März 2006, 23:12
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Coach Houllier stellt dem favorisiertem AC Milan harte Bandagen in Aus­sicht - Inter gegen Villarreal unter Erfolgszwang

Wien - Die Mailänder Großklubs Inter und AC Milan gehen als Favoriten in die Viertelfinal-Hinspiele der Fußball-Champions League, bekommen es aber am Mittwoch mit gefährlichen Außenseitern zu tun. Milan gastiert bei Olympique Lyon, das in der Ligue 1 auf dem besten Weg zum fünften Meistertitel in Folge ist. Inter empfängt das spanische Überraschungsteam Villarreal, das in seiner Debüt-Saison in der europäischen Königsklasse noch ungeschlagen ist.

"Zwischen Villarreal und Inter liegen Welten, was die Größe der Städte und der Klubs betrifft. Eigentlich sollte Inter einen Riesenvorteil haben. Aber die Favoritenrolle müssen die Italiener in 180 Minuten erst noch unter Beweis stellen. Immerhin haben sie seit 1989 nichts mehr gewonnen", spottete Villarreals chilenischer Coach Manuel Pellegrini vor dem Gastspiel im Giuseppe-Meazza-Stadion.

Moratti: "Wir warten ab und beten"

Das stimmt zwar nicht ganz, holten doch die Schwarz-Blauen danach zwar dreimal den UEFA-Cup (1991, 1994/Finale gegen Salzburg, 1998) und den nationalen Cup (2005), doch in Italien zählen nur die großen Titel: Champions League und Meisterschaft. Und auf letztere wartet Inter tatsächlich seit 17 Jahren. Und da auch heuer die Chancen gleich null sind schreibt die "Gazzetta" schon von "der letzten Chance" für Inter und Coach Roberto Mancini. Der stellte nun auch noch den zuletzt wenig treffsicheren Torjäger Adriano in Frage, was den Brasilianer spürbar verärgerte. Inter-Chef Massimo Moratti machte im Blick auf das wichtige Heimspiel gegen die Spanier aber klar: "Der Trainer hat völlig freie Hand. Wir warten ab und beten."

Urgestein Costacurta im Einsatz

Stadtrivale Milan hat in der Serie A zwar noch eine Minichance auf den Titel, doch die weitaus größeren Hoffnungen liegen nach dem beachtlichen Achtelfinal-Triumph über den FC Bayern München (4:1/1:1) in Europa. "Wir wollen uns eine gute Ausgangsposition für das zweite Duell in der nächsten Woche in Mailand verschaffen", verkündete Trainer Carlo Ancelotti vor der Partie in Lyon, bei der er Stammverteidiger Stam (Wadenblessur) durch den fast 40-jährigen Costacurta ersetzen wird.

Lyons Coach Gerard Houllier rechnet sich auch gegen den Favoriten etwas aus. "Wer nun noch im Wettbewerb ist, hat eine echte Chance auf den Titel. Der AC Milan ist auch für mich das stärkste Team der Champions League", sagte der Franzose - und stellte zugleich eigene Ansprüche klar: "Aber Vorsicht: Lyon ist mit Sicherheit kein Fallobst." Im Stade Gerland ist Olympique in den jüngsten 14 Heimspielen unbesiegt, zuletzt war man aber zweimal im Viertelfinale (gegen FC Porto und PSV Eindhoven) gescheitert.

"Die Italiener sehen uns als Emporkömmlinge und wollen uns daran erinnern, dass sie Giganten sind. Aber wir sind stark genug, ihnen eine harte Zeit zu geben", meinte Klub-Präsident Jean-Michel Aulas. Lyon muss im Hinspiel allerdings auf den gesperrten brasilianischen Spielmacher Juninho verzichten. (APA/Reuters/dpa)

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    Gerard Houllier muss sich vor der Auseinandersetzung gegen Milan keinen Mut antrinken, er hat ihn bereits intus.

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