Global Studies an Grazer Uni

20. Oktober 2006, 10:21
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Interdisziplinärer Studiengang zu den Folgen der Globalisierung startet in Graz - bisher nur Wahlfach-Schwerpunkt, ab 2008 auch Masterstudium

Graz - Ab 2008 wird die Universität Graz als erste Hochschule in Österreich den Studiengang "Global Studies" einrichten. Das interdisziplinäre Fach wird in Graz seit 2004 als Wahlfach-Schwerpunkt angeboten und werde nun zum Masterstudium ausgeweitet, hieß es in einer Presseerklärung am Dienstag. Mit der Entwicklung und Etablierung des Studienganges wurde der bisherige Leiter des Grazer Friedensbüros, Karl Kumpfmüller, beauftragt.

Kosmopolitisches Bewusstsein

Global Studies beschäftige sich mit den Folgen der Globalisierung, erklärte Kumpfmüller. Dabei gehe es um Themen wie wirtschaftliche Entwicklung, Klimawandel, Armut, Menschenrechte, Dialog der Kulturen, Weltethik usw. "Gerade junge Menschen benötigen neben einer hoch spezialisierten Berufsausbildung umfassendes Grundlagenwissen und kosmopolitisches Bewusstsein, das ihnen Orientierung und Handlungskompetenz in einer immer komplexeren globalisierten Welt bietet", so Kumpfmüller.

Enge Zusammenarbeit

Um Global Studies erfolgreich als interdisziplinären Studiengang in Graz zu etablieren, sei eine enge Zusammenarbeit aller Fakultäten nötig, ist der Studiengangsleiter überzeugt. Das Studium werde so angelegt, dass die Studierenden nach ihrem Bachelor beispielsweise in Geschichte, Jus, Theologie oder Wirtschaft ihren Master in Global Studies ablegen können. Im deutschsprachigen Raum wird Global Studies bisher nur selten angeboten.

Bereits seit 2004 haben Studierende in Graz die Möglichkeit, Veranstaltungen zu Global Studies im Wahlfach zu belegen - derzeit sind es 100 Studierende. Das bisherige Studienangebot ist durch die Zusammenarbeit der Universität mit zahlreichen NGOs möglich geworden, darunter das Afro-Asiatische Institut, das Welthaus und das Friedensbüro Graz. (APA)

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    Die Globalisierung ist überall - und hat Auswirkungen auf Themen wie die wirtschaftliche Entwicklung, Klimawandel, Armut, Menschenrechte, Dialog der Kulturen oder Weltethik.

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