ÖGB-Csörgits: Bleiben vorerst Bawag-Eigentümer

30. März 2006, 14:07
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"Jetzt wird es notwendig sein, rasch das Haus neu zu bestellen" - Frauen werden "gewaltiges Wort" mitreden

Wien - ÖGB-Vizepräsidentin Renate Csörgits sieht keine Krise des Gewerkschaftsbundes nach dem Rücktritt von Fritz Verzetnitsch wegen der BAWAG-Affäre. "Wir waren immer handlungsfähig. Jetzt wird es notwendig sein, rasch das Haus neu zu bestellen und dann ganz einfach den Blick in die Zukunft zu richten", sagte Csörgits. Zur Nachfolgefrage hielt sie sich bedeckt. Ob sie selbst ÖGB-Präsidentin werden wolle? - Csörgits: "Ich kommentiere so was nicht gerne von außen. Die Gremien werden das diskutieren und dann die richtige Entscheidung treffen".

Jedenfalls würden "die Frauen ein gewaltiges Wort mitreden". Immerhin sei im ÖGB erreicht worden, dass in den letzten Jahren die Frauen immer stärker vertreten seien. "Im Präsidium, im Bundesvorstand, auch bei Führungspositionen in den Ländern. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer".

"Vorerst"

Auf die BAWAG angesprochen erklärte Csörgits, der ÖGB werde Eigentümer bleiben. "Vorerst einmal". Was das heißt? - "Man kann nicht in die Zukunft schauen". Auch hier werde man breit diskutieren und die richtige Richtung einschlagen.

Zu möglichen negativen Auswirkungen der jüngsten Ereignisse auf die Nationalratswahlen vor allem für die SPÖ gibt sich Csörgits bedeckt. "Ich kann das jetzt noch nicht sagen. Natürlich wird immer wieder die SPÖ ins Spiel gebracht, aber die hat mit der BAWAG überhaupt nichts zu tun. Das ist ein Wunschgedanke des politischen Gegners". (APA)

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