Rote AK-Präsidenten stellen sich hinter Tumpel

28. März 2006, 18:47
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Rücktrittsaufforderungen zurückgewiesen - Tumpel habe wiederholt erklärt, dass zu seiner Zeit hochriskante Verlustgeschäfte nicht möglich gewesen seien

Wien - Die der SPÖ angehörenden Präsidenten der Landes-Arbeiterkammern haben am Dienstag Rücktrittsaufforderungen an den Präsidenten der Bundesarbeiterkammer, Herbert Tumpel, zurückgewiesen. Tumpel war zuletzt in die Kritik geraten, weil in seine Zeit als Aufsichtsrats-Vorsitzender der BAWAG (1987 bis 1997) die umstrittenen Karibik-Geschäfte der Bank getätigt wurden.

Die Präsidenten der Arbeiterkammern Steiermark, Oberösterreich, Kärnten, Salzburg, Burgenland und Oberösterreich stellten sich hinter Tumpel. Dieser habe wiederholt erklärt, dass zu seiner Zeit in der BAWAG hochriskante Verlustgeschäfte nicht möglich gewesen seien. "Aus dieser Darstellung ist nicht ableitbar, dass Herbert Tumpel eine Mitverantwortung zu tragen hat", heißt es in einer gemeinsamen Aussendung der roten Präsidenten.

Man fordere "selbstverständlich eine lückenlose Aufklärung" der BAWAG-Verluste, was jetzt Aufgabe der zuständigen Kontrollorgane sei, heißt es. Mit dem Amtsantritt als Bundes-AK-Präsident habe Tumpel alle seine Funktionen in der BAWAG zurückgelegt, wird betont. Die AK-Gremien seien niemals in die Geschäftsvorgänge der Bank involviert gewesen. Man messe Tumpel an seiner Amtsführung in der Arbeiterkammer und beurteile diese "als äußerst positiv", so die Präsidenten. (APA)

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