Verschiedene Anbieter mit Diebstahlversicherungen für Fahrräder

29. März 2006, 09:05
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Konsumentenschützer erhoben: Prämien machen bis zu 12,5 Prozent des Kaufpreises aus

In Österreich werden jedes Jahr 400.000 Fahrräder gekauft und 30.000 gestohlen, fast ein Drittel davon in Wien. Die Jahresprämien für Diebstahlversicherungen kosten sechs bis 12,5 Prozent des Rad-Kaufpreises, zeigt eine vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) für die Arbeiterkammer durchgeführte Erhebung. Die Konsumentenschützer raten zu einer genauen Prüfung der angebotenen Leistungen.

Jahresprämien errechnen sich aus Kaufpreis

Unter die Lupe genommen wurden die Angebote einer Versicherung (Grazer Wechselseitige), von fünf Sportfachhändlern (Intersport, Gigasport, Hervis, Intersport XL, Sport Experts) sowie der Vereine ARGUS, VCÖ (Verkehrsclub Österreich) und ÖAMTC. Die Jahresprämien berechnen sich bei allen Anbietern nach dem Rad-Kaufpreis - bei einem Fahrrad um 500 Euro kommen 30 bis 62,50 Euro zusammen. Bei sehr teuren Rädern (über 2.000 Euro) müssen die Prämien extra angefragt werden.

Die Grazer Wechselseitige bietet als derzeit einzige Assekuranz eine eigene Fahrraddiebstahlversicherung, der Selbstbehalt beträgt 20 Prozent. Räder sind auch bei der Haushaltsversicherung inkludiert, allerdings meist nur, wenn sie aus dem versperrten Kellerabteil gestohlen wurden. Im Sporthandel können neu gekaufte Räder versichert werden. Bei einigen Angeboten gibt es einen Selbstbehalt von 20 Prozent. Außerdem sinkt bei gleicher Prämie die jährliche Entschädigungsleistung bis zu 20 Prozent pro Jahr.

Haftpflichtversicherung wichtig

Bei den Vereinen gelten Diebstahlversicherungen für Mitglieder, beim VCÖ auch für Nicht-Mitglieder, sind aber etwas teurer. ARGUS und VCÖ berechnen im ersten Jahr die Prämie aliquot - wer z.B. im Mai einsteigt, zahlt für die ersten vier Monate nichts. Die Versicherung kann auch für gebrauchte Räder abgeschlossen werden, und es gibt keinen Selbstbehalt.

Wichtiger als die Diebstahl- sei aber eine private Haftpflichtversicherung, meint der VKI. Der Verlust eines Fahrrads sei nicht existenzgefährdend, beim Radfahren verursachte Schäden, womöglich mit Verletzten, können hingegen sehr teuer kommen. (APA)

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