...aber spiel' woanders

31. März 2006, 11:52
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Plakat der AG und Severina lud mit schlagenden Argumenten zu einer Uni-Party. Wir geben eine Runde Zitronensaft aus

Brüstekuchen für Anfänger und Altsemester. Garniert mit Finger im Mund und alten Männern im Kopf. Oder umgekehrt? Das Plakat der Aktionsgemeinschaft und der Cartellverbindung Severina für die Uni-Schlagerparty letzten Donnerstag in Linz verwirrt so gemein. Erstens: Rosa Hintergrund, anregend für angehende Wandstreicher und -innen. Zweitens: Waterloo & Robinson? Die sangen doch "was man für Liebe hält gab's für Geld; ein Mädchen sagte: Du...voulez-vous? - es war Marianne". Drittens: Ist das Marianne, und wenn sie es ist, ist sie es bevor Waterloo & Robinson sie zum zweiten Mal trafen? Und Viertens: Will Marianne nur spielen oder will jemand anderes nur mit ihren Brüsten spielen? Nochmals, verwirrend.

Carina Altreiter, Landesfrauensprecherin der Sozialistischen Jugend Oberösterreich, bietet Lesehilfe für den/die Dümmste/n anzunehmende/n Plakat-Interpreten/in: "Diese Darstellung reduziert Frauen eindeutig auf ihren Körper und stellt sie als Lustobjekte dar, die jederzeit zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird den BetrachterInnen noch suggeriert, dass der Frau diese herabwürdigende Rolle gefällt und sie sich gerne auf diese Weise anbietet." Im Frauenreferat der Österreichischen HochschülerInnenschaft teilt frau diese Ansicht; wir hier dito. Altreiters Forderung an die Universitätsleitung: Künftige Sense mit sexistischen Sujets an der Uni. Die nächste Übereinstimmung. Gerade gültig in Einrichtungen, deren Statuten die Gleichbehandlung als eines der obersten Ziele sehen: Das Plakat hängt - vor Ort gnadenlos aufdringlich affichiert - außerhalb der Grenzen feministischen good wills. Und guten Geschmacks. (bto)

28.03.2006
  • Die AG stellt in Koalition mit der ÖSU die Mehrheit in der Universitätsvertretung an der Johannes Kepler Universität, das obige Plakat die Mehrheit an letztwöchigen Aushängen am Campus.
    plakat: ag/severina
    Die AG stellt in Koalition mit der ÖSU die Mehrheit in der Universitätsvertretung an der Johannes Kepler Universität, das obige Plakat die Mehrheit an letztwöchigen Aushängen am Campus.
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