Streik gegen Privatisierung in Frankreich

27. Juli 2006, 14:28
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Gewerkschaften wollen nicht Versorgung gefährden, sondern Gewinne schmälern

Paris - Arbeiter der französischen Unternehmen Gaz de France (GdF) und Electricite de France (EdF) planen ab Montagabend einen weiteren 24-stündigen Streik, mit dem sie gegen die Fusion von GdF und dem Versorger Suez protestieren wollen. Mit dem geplanten Einstieg von Suez bei der staatlichen GdF würde der Staatsanteil an dem Unternehmen deutlich sinken. Arbeiter und Gewerkschaften befürchten damit einen weitergehende Privatisierung auch bei dem Stromkonzern EdF.

Die Arbeiter würden ab 21.00 Uhr die Arbeit niederlegen und sich am Dienstag dem geplanten landesweiten Streik gegen die Arbeitsmarktreform anschließen, erklärte die Gewerkschaft CGT.

Stromproduktion reduziert

Bei dem Streik in der Energiewirtschaft in der vergangenen Woche war die Stromproduktion um rund sieben Prozent der EdF-Kapazität reduziert worden. Die Gaslieferungen aus Nordeuropa waren laut CGT um ein Fünftel niedriger ausgefallen. Von dem Streik waren Atom- und Kohlekraftwerke von EdF sowie ein Lager und ein Flüssiggas-Einfuhrterminal von GdF betroffen. Zu einem Ausfall der Strom- und Gasversorgung kam es jedoch nicht.

Die Gewerkschaften hatten erklärt, sie wollten mit dem Arbeitskampf nicht die Versorgung gefährden, sondern die Gewinne der Unternehmen schmälern. (APA/Reuters)

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