Britischer Psychologe bindet Intelligenz an Nationalität

28. März 2006, 09:14
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Richard Lynn: "Deutsche und Niederländer sind am intelligentesten" - Forscher ließ wiederholt mit zweifelhaften Thesen aufhorchen

London/Wien - Mit gewagten Thesen zur Intelligenz des Menschen lässt der britische Psychologe Richard Lynn aufhorchen: Die Intelligenz sei auch an die geographische Lage und die Nationalität gebunden, behauptet Lynn, der ein Sample von Intelligenztests ausgewertet hat.

Österreicher am "sechsten Platz"

Demnach nehmen die Österreicher mit einem durchschnittlichen Intelligenzquotienten (IQ) von 101 den sechsten Platz des Rankings ein, das von der in London erscheinenden Tageszeitung "The Times" veröffentlicht wurde. Den ersten Rang mit einem IQ von jeweils 107 teilen sich die Deutschen und die Niederländer. Lynn kam auch zu der Erkenntnis, dass die Nordeuropäer ein größeres Gehirnvolumen hätten als die Südeuropäer und führt dies auf die schwierigeren Lebensbedingungen zurück.

Umstrittene Thesen

Lynn, der in Wissenschafterkreisen vor allem wegen der mangelnden Beweiskraft seiner Datensätze kritisiert wird, hatte im vergangenen Jahr mit der Behauptung für Diskussionen gesorgt, dass Männer intelligenter seien als Frauen. Sie wiesen einen durchschnittlichen ID von 105 auf, Frauen brächten es nur auf 100, behauptete Lynn. Auch meinte er, dass "intelligente Völker die besseren Krieger" seien. Die Deutschen hätten den Zweiten Weltkrieg nur deshalb verloren, weil sie truppenmäßig in der Minderheit waren.

"Die frühen Menschen in den nördlichen Regionen mussten kalte Winter überleben, in denen es keine Pflanzen gab, und auf Großwildjagd gehen", wurde der Wissenschafter in der "Times" zitiert. "Der wichtigste äußere Einfluss auf den IQ ist die Ernährung, und die Menschen in Südosteuropa nahmen vermutlich weniger Proteine, Mineralien und Vitamine aus Fleisch auf, die wichtig für die Entwicklung des Gehirn sind." (APA)

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