Mindestens neun Tote bei Bombenanschlag

29. März 2006, 16:00
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Explosion in Geschäft auf Jolo - Mehr als 20 Verletzte

Manila - Bei einem Bombenanschlag mutmaßlicher Muslimextremisten im Süden der Philippinen sind am Montag mindestens neun Menschen getötet worden. Mehr als 20 weitere wurden verletzt, als der Sprengsatz in einem Lebensmittelgeschäft auf der Insel Jolo kurz nach der Mittagspause in einer heftigen Detonation explodierte. Möglicherweise steckten neu rekrutierte Mitglieder der militanten Muslimgruppe Abu Sayyaf hinter der Tat, die zu "Testzwecken" einen Anschlag verübten, sagte der regionale Polizeichef Akmad Mamalinta. Zunächst wurde ein Verdächtiger festgenommen.

Möglicherweise Abu Sayyaf

Es gebe Hinweise, dass die Explosion auf das Konto von Abu Sayyaf gehe, sagte er. Die Gruppe sei der Hauptverdächtige. Die Bombe war in einer Tasche versteckt, die bei der Gepäckverwahrung stehen gelassen wurde. Bei den meisten der Todesopfer handelt es sich um Angestellte des Geschäfts. Die Polizei errichtete Straßensperren.

Die südliche Insel Jolo ist eine Hochburg der Abu Sayyaf, die in der Vergangenheit immer wieder mit Erpressungen, Entführungen, Mordtaten und Anschlägen von sich Reden machte. Im Jahr 2000 hatte die Organisation weltweit für Schlagzeilen gesorgt, als sie eine Gruppe westlicher Touristen monatelang auf Jolo in ihrer Gewalt hielt. (APA)

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