Wissen: Reich und Arm wählt

29. März 2006, 15:37
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Große Unterschiede zwischen Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt

Bei den ersten Landtagswahlen nach dem Machtwechsel in Berlin von Gerhard Schröder zu Angela Merkel wählten drei recht unterschiedliche Bundesländer.

Das ostdeutsche Sachsen-Anhalt mit seinen 2,4 Millionen Einwohnern zählt zu den ärmsten Ländern Deutschlands. Die Arbeitslosigkeit beträgt 20,8 Prozent (12,2 Prozent im Bundesdurchschnitt), damit lag Sachsen-Anhalt monatelang in der Arbeitslosen-Statistik an letzter Stelle. Im Februar freute man sich, dass die rote Laterne an das Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern abgegeben wurde.

Baden-Württemberg (10,7 Millionen Einwohner) hingegen gehört mit Bayern zu den wirtschaftlich potentesten Ländern. Nirgendwo sonst ist die Arbeitslosigkeit (7,2 Prozent) so niedrig wie im Ländle, wo die CDU seit 53 Jahren ununterbrochen an der Macht ist.

Im oberen Mittelfeld liegt das katholisch und mittelständisch geprägte Rheinland-Pfalz, das größte Weinbauland (vier Millionen Einwohner, Arbeitslosenquote 9,1 Prozent). (bau, DER STANDARD, Printausgabe 27.3.2006)

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