Sallmutter: "Verzetnitsch soll gehen"

26. März 2006, 18:30
30 Postings

Hans Sallmutter fordert als erster prominenter ÖGB-Funktionär den Rücktritt von ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch

Wien - In den "Salzburger Nachrichten" (Montag-Ausgabe) meint der frühere GPA-Chef, Hans Sallmutter, der ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch habe zwar nichts Unehrenhaftes getan. Wenn er aber bleibe, ramponiere er sein Ansehen und auch das des ÖGB: "Man hat jetzt die politische Verantwortung wahrzunehmen, um Schaden vom ÖGB und von der Bawag abzuwenden."

Ob die Entscheidung der ÖGB-Haftung für die Bawag im Jahr 2000 richtig gewesen war, wollte Sallmutter nicht einschätzen: "Ich kann nur sagen, ich habe ein Stück Vertrauen verloren, weil etwas nur zugegeben wird, wenn Journalisten etwas entlarven. Ich bin lange Vizepräsident des ÖGB und Chef der größten Teilgewerkschaft gewesen. Es hat immer wieder Dinge gegeben, die man nicht in Sitzungen, aber mit den Chefs der Teilgewerkschaften besprochen hat. Zumindest das hätte er tun müssen", so der zur damaligen Zeit noch amtierende GPA-Chef.

Nachwuchsprobleme im ÖGB sieht Sallmutter nicht: "Es ist eine Generation da, die spontan übernehmen kann. Man wird gut beraten sein, jemanden zu wählen, der auch eine Hausmacht mit einbringt." Alternativ könnte man auch ein paar Monate einen Interimspräsidenten ernennen und den Gewerkschaftskongress auf den Herbst vorziehen. (APA)

Share if you care.