Hollywood-Regisseur Richard Fleischer gestorben

Redaktion, 04. April 2006 12:58

Wurde 89 Jahre alt - Drehte "20.000 Meilen unter dem Meer", "Doctor Dolittle" und "Tora! Tora! Tora!"

New York - Hollywood-Regisseur Richard Fleischer, der mit der Verfilmung von Science-Fiction Klassikern wie "20.000 Meilen unter dem Meer" (1954) von Jules Verne berühmt wurde, ist tot. Er starb im Alter von 89 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles, wie US-Medien am Sonntag berichten. Zu Fleischers weitere bekannten Filmen gehören "Die phantastische Reise" (1966) über eine Gehirnoperation in einem verkleinerten U-Boot, die Original-Version von "Doctor Dolittle" (1967) und der Kriegsfilm "Tora! Tora! Tora!" (1970) über den Angriff auf Pearl Harbor.

Der frühere Hollywood-Star und jetzige Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, der in Fleischers Actionfilm "Conan, der Zerstörer" (1984) zu Ruhm kam, nannte Fleischer eine echte Hollywood-Legende. "Er war ein Mann mit viel Talent und ein außerordentlicher Regisseur, der fantastische Filme gedreht hat", hieß es in einer Erklärung.

Fleischers Vater Max, einer der Pioniere des Animationsfilms, hatte Walt Disneys Micky Maus in den 30er Jahren mit Figuren wie "Popeye" Konkurrenz gemacht. (APA/dpa)

Melville
26.03.2006 22:40
Was man von Fleischer gesehen haben sollte:

- SOYLENT GREEN: Wunderbar bunte Seventies-Edel-Trash-Apokalypse. Mit Charlton Heston und dem großen Edward G. Robinson, der so berührend spielt wie nie zuvor.
- THE BOSTON STRANGLER: Herrliche Split-Screen-Bilder. Der beste Serienmörder-Film, weil er es nicht bei schlichten Moralismen belässt. Am Schluss die Hermetik einer verwirrten Psyche, die kein Entkommen kennt. Tony Curtis at his best.
- MR. MAJESTYK: Fleischer zeigt, was andere vernachlässigten: den Charakterdarsteller Charles Bronson. Drehbuch: Elmore Leonard!
- Bonus für Kuriosität: CHE!: Omar Sharif als Che Guevara und Jack Palance als Fidel Castro. Strange. Manchmal ist es doch so, dass reale Personen faszinierender sind als Filmstars, die sich als Revolutionäre verkleiden.

tantetrude ausbuxtehude
27.03.2006 11:26

"wen die heute metzt" oder "10 rillington place" sollte man auch gesehen haben!

wers bunter und sinnfreier mag:
"conan" ist doch auch ein nettes zeitdokument und als ausstattungsfilm liebt man die "phantastische reise".

Doc Holliday
27.03.2006 15:41
jazz singer

und auf keinen fall vergessen werden darf natürlich auf the jazz singer (1980) mit neil diamond und laurence olivier - gegen eine kitschgeschichte mit einem schön dick aufgetragenem kitsch-pop-soundtrack ist ja auch nix zu sagen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.