Juschtschenko hofft auf Koalition der "orangenen" Kräfte

27. März 2006, 06:35
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Janukowitsch für enge Beziehungen zur EU

Kiew - Die früheren Verbündeten der "Orangenen Revolution" in der Ukraine wollen nach der Parlamentswahl Gespräche über die Bildung einer Koalition aufnehmen. Dies erklärte Präsident Viktor Juschtschenko nach seiner Stimmabgabe in Kiew am Sonntag. Das wichtigste sei, dass sich die demokratischen Kräfte dabei auf das äußerste engagierten, sagte er. Die Gespräche würden am Montag am Sitz der Präsidialverwaltung beginnen.

Bei der Wahl wird Meinungsumfragen zufolge die für engere Beziehungen zu Russland eintretende Partei der Regionen mit rund 30 Prozent der Stimmen stärkste Fraktion werden. Die beiden zu Rivalen gewordenen einstigen Bündnispartner Unsere Ukraine von Juschtschenko und der Block Julia Tymoschenko werden auf Bündnispartner bei der Regierungsbildung angewiesen sein. Tymoschenko, die im vergangenen September von Juschtschenko als Regierungschefin entlassen wurde, hat bereits erklärt, dass sie nur mit Parteien der "Orangenen Revolution" ein Regierungsbündnis eingehen wolle.

Der prorussische Oppositionsführer in der Ukraine, Viktor Janukowitsch, will nach der Parlamentswahl enge Beziehungen zur Europäischen Union unterhalten. "Europa wird die Ukraine unterstützen, und die Ukraine wird gegenseitige nützliche Beziehungen mit allen Nationen einschließlich der EU aufbauen", sagte Janukowitsch am Sonntag nach seiner Stimmabgabe in Kiew. Bei der Präsidentenwahl vor anderthalb Jahren, die nach friedlichen Massenprotesten gegen Wahlbetrug wiederholt wurde, unterlag Janukowitsch gegen Viktor Juschtschenko. (APA/AP)

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