USA kritisieren Festnahmen und Gewalt

26. März 2006, 19:46
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Washington "zutiefst besorgt"

Washington - Die US-Regierung hat das gewaltsame Vorgehen der belarussischen Polizei gegen Demonstranten in Minsk kritisiert und die sofortige Freilassung der wegen ihrer politischen Ansichten Inhaftierten gefordert. Außenamtssprecher Sean McCormack erklärte am Samstag, die Regierung sei "zutiefst besorgt" über die verletzten und festgenommenen Menschen. Etwa 7.000 Menschen hatten in der belarussischen Hauptstadt gegen das Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom vergangenen Sonntag demonstriert, demzufolge Staatschef Alexander Lukaschenko zum dritten Mal im Amt bestätigt wurde.

Polizisten griffen die bis zu 2.000 Demonstranten an, die nach der Kundgebung vom Nachmittag einem Aufruf des Oppositionsführers Alexander Kosulin gefolgt waren und vor ein Gefängnis ziehen wollten, in dem in den vergangenen Tagen hunderte Anhänger der Opposition inhaftiert wurden. Dabei wurden nach Angaben des Innenministeriums ein Zivilist und acht Polizisten verletzt. Kosulin, einer der unterlegenen Präsidentschaftskandidaten, wurde ebenfalls festgenommen. (APA)

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