Lukaschenko: "Würden unser letztes Hemd für Russland geben"

30. März 2006, 15:25
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"De facto leben wir in ein und demselben Staat" - "Expansionspläne" der EU gestoppt

Moskau - Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat die sehr engen Beziehungen seines Landes zu Moskau gerühmt. Es gebe in der ganzen Welt kein Beispiel von zwei Staaten, die so eng miteinander verbunden seien wie Russland und Belarus (Weißrussland), sagte er am Samstagabend im russischen Fernsehsender NTW. "De facto leben wir in ein und demselben Staat", fügte er hinzu.

"Letztes Hemd geben"

"Wenn Russland ein Problem haben sollte und Belarus helfen könnte, würden wir unser letztes Hemd geben", versicherte der bei der Wahl am vergangenen Sonntag in seinem Amt bestätigte Staatschef. In Anspielung auf das Ergebnis des Urnengangs erklärte er, die "Expansionspläne" der Europäischen Union" seien gescheitert. Lukaschenko wirft der prowestlichen Opposition vor, seine Regierung destabilisieren und Moskaus Einflusssphäre entreißen zu wollen.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte Lukaschenko zu seiner Wiederwahl gratuliert. EU und USA hatten dagegen den Wahlverlauf als nicht den internationalen Normen entsprechend kritisiert. Die EU beschloss zusätzliche Sanktionen gegen die Führung in Minsk. Die belarussische Opposition trotzt seit Tagen der Staatsmacht, die mit aller Härte gegen sie vorgeht. (APA)

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