Äthiopien: Hunderttausende Jahre alter Schädel entdeckt

25. März 2006, 20:24
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Fund könnte den "Missing Link" zwischen Homo erectus und modernem Menschen darstellen

Addis Abbeba - Wissenschafter haben in Äthiopien einen hunderttausende Jahre alten Schädel entdeckt, der den "Missing Link" zwischen dem Homo erectus und dem modernen Menschen bilden könnte. Der Schädel sei zwischen 250.000 und 500.000 Jahre alt und vor fünf Wochen in Gawis in Nordosten des Landes gefunden worden, sagte der Paläontologe Sileshi Semaw. Er sei in seinem Erscheinungsbild der Anatomie des modernen Menschen sehr ähnlich.

Anders als viele Funde sei der Schädel nur in zwei Stücke gebrochen und fast vollständig erhalten, sagte Sileshi weiter. Er biete die Gelegenheit, "in das Gesicht eines unserer Urahnen zu schauen", hieß es in einer Erklärung des zuständigen Forschungsprojekts.

Der Schädel stammt aus der Übergangszeit des Homo erectus zum modernen Menschen, über die bislang kaum etwas bekannt ist. Er unterscheide sich zwar erkennbar von dem heutiger Menschen, weise aber eindeutig anatomische Merkmale auf, durch die man ihn den Vorfahren des modernen Menschen zuordnen könne, erklärte Sileshi. (APA/AP)

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