Mainoni: ÖGB soll sich aus Bankgeschäft zurückziehen

28. März 2006, 13:52
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Strache fordert Rücktritt Verzenitschs und aller Involvierten

Wien - BZÖ und FPÖ forderten am Samstag neuerlich Konsequenzen aus der Causa Bawag. BZÖ-Staatssekretär Eduard Mainoni plädierte für einen Rückzug des ÖGB aus dem Bankgeschäft. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache forderte ÖGB-Präsidenten Fritz Verzetnitsch und "alle Involvierten" zum Rücktritt auf.

"Die roten Gewerkschaftsbosse haben mit diesem mittlerweile dritten Flop der Bawag eindrucksvoll bewiesen, dass sie nicht fähig sind professionell Bankgeschäfte zu führen. Für mich stellt sich aber generell die Frage, warum eine Gewerkschaft überhaupt ein Bankinstitut betreiben muss", meinte Mainoni in einer Aussendung.

Strache sieht die SPÖ "in den Bawag-Skandal viel tiefer verwickelt, als sie zugibt". Denn: Bis gestern habe ÖGB-Chef Verzetnitsch jede Involvierung geleugnet. "Jetzt ist das Gegenteil offenkundig. Es wäre nicht überraschend, wenn das auch für die SPÖ gelten würde. Immerhin ist Verzetnitsch hoher SPÖ-Führungsfunktionär und der eineiige Zwilling von Alfred Gusenbauer", argumentierte Strache seine Ansicht, dass ein "gigantisches Netzwerk" hinter dem "Versuch der Vertuschung" stehen müsse.

Außerdem sieht Strache "eine ganze neue Dimension" der Causa - "wenn man bedenkt, dass ausgerechnet die BAWAG jene Bank ist, die die Vorfinanzierung für den Eurofighter-Deal abwickelt" habe. Für ihn drängt sich daher "der Verdacht auf, dass die ÖVP über dieses Zuckerl sich ein gewisses Wohlverhalten der SPÖ in der Eurofighter-Frage erkauft hat". (APA)

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