Der Untergang von Wien

1. Mai 2006, 21:37
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100.000 fordern der beschissenen Verhundstrümmelung dringendst Einhalt zu gebieten - Kommentar der anderen

100.000 Wiener
lassen es sich länger nicht mehr bieten,
wollen endlich etwas tun,
100.000 Wiener
protestieren öffentlich, und rufen ihre Freunde an,
sagen, dass es eine Schande, eine Frechheit ist.
100.000 Wiener
wollen nun den Krieg, ihrer Feinde völlige Zertrümmerung.
100.000 Wiener
haben kundgetan wie unterschrieben:
Die große Hundstrümmerl-Petition!
100.000 Wiener
fordern der Verkotung Wiens durch Hunde,
der fortgeschrittenen Versinkung und Verstinkung Wiens in und durch und mit Hundescheiße
sowie der gesamten beschissenen hündischen Verscheißerung und Verhundstrümmelung dringendst
Einhalt zu gebieten, weil es selbstverständlich ist in Wien,
dass Hunde überall, wo sie gerade müssen,
dürfen, überall man arme Kreaturen,
auch wenn man gar nicht hinsehen will,
Schläuche aus den Därmen pressen sehen muss,
während um Verordnungen und Sackerl
sich in Wien nie nicht jemand kümmert, was die Stadt als solche zwar sympathisch macht,
die 100.000 Wiener aber so erbost, dass sie dafür auf die Straße gehen würden, wenn die nicht
zugeschissen wäre
vollständig mit dem von ihnen so verhassten Hundekot.
Sonst aber geht es ihnen gut.
Der Schriftsteller Franzobel lebt in Wien-Hernals. (DER STANDARD, Printausgabe 25/26.3.2006)
von Franzobel
  • Wie man in Holland den Caniden in die Schranken weist
    bild: standard

    Wie man in Holland den Caniden in die Schranken weist

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