1966 gestohlene steirische Pieta wieder gefunden

30. März 2006, 17:50
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Deutsche Kunstfahnder spürten insgesamt vier Heiligenskulpturen auf

Tauberbischofsheim - Deutsche Kunstfahnder des Landeskriminalamtes (LKA) haben vier seit mehreren Jahrzehnten verschwundene Heiligenskulpturen aufgespürt und den Kirchen zurückgegeben. So war im Mai 1978 aus der St. Wolfgangskapelle in der Nähe von Tauberbischofsheim neben der Zentralfigur, dem Heiligen Wolfgang aus dem 16. Jahrhundert, auch eine Skulptur des Heiligen Sebastian gestohlen worden. Wie die Ermittler am Freitag mitteilten, half die 2001 beim LKA eingerichtete Bilddatenbank "Kunst & Antiquitäten" bei der Suche. In der Folge gelang es nun auch eine 1966 in der Steiermark gestohlene Pieta sicherzustellen.

Den Heiligen Wolfgang fanden sie in einem Auktionshaus in Bayern. Die Suche nach dem Heiligen Sebastian führte die Ermittler zu zahlreichen Antiquitätenhändlern, bis sie in einem Einfamilienhaus im Raum Karlsruhe am 14. März fündig wurden. Nach Darstellung der Fahnder wusste der Besitzer nicht, dass die "geerbte Skulptur" aus einer Straftat stammte. Ohnehin sei der Kunstdiebstahl inzwischen verjährt.

Bei Folgeermittlungen gelang es den Kunstfahndern in dieser Woche, zwei weitere Skulpturen sicherzustellen. Es handelt sich um die Heilige Agatha, die am 6. Mai 1972 aus einer Wallfahrtskirche im Kreis Tuttlingen gestohlen worden war, und um eine Pieta. Die Skulptur, die eine Maria mit dem Leichnam Jesu Christi zeigt, war bereits am 18. Juni 1966 aus einer Kirche in der Steiermark entwendet worden. (APA/dpa)

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