Berlusconi: Bisher ruhigster Gipfel

24. März 2006, 17:55
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"Und das ist eine gute Sache" - Italienischer Premier spricht scherzhaft von "Kriegserklärung an Frankreich"

Brüssel- Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat den am Freitag zu Ende gegangenen EU-Frühjahrsgipfel als den bisher "ruhigsten" bezeichnet. "Der Gipfel ist gut verlaufen. Es gab eine gemeinsame Vision der Probleme bei Energie, Infrastruktur und Entwicklung. Ich erinnere mich an kein Ratstreffen, das so ruhig gewesen wäre, und das ist eine gute Sache nach den Schwierigkeiten, die wir mit dem EU-Budget hatten. Diesmal herrschte wirklich allgemeine Eintracht", sagte Berlusconi vor Journalisten.

Protektionismus-Debatte durch Österreich abgedreht

Italien hatte vor dem Gipfel mit Plänen für Irritationen gesorgt, einen auf Frankreich gemünzten Protestbrief gegen nationalen Protektionismus im Energiesektor zu verfassen. Medienberichten zufolge rückte Rom aber nach einer Intervention der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft davon ab.

Krieg

Berlusconi ging nur indirekt auf diesen Streit ein, indem er vor Journalisten sagte: "Es gibt keine Neuigkeiten, außer ihr wollt, dass wir Frankreich den Krieg erklären." Die französische Regierung hatte den Einstieg der italienischen Enel beim privaten Energieunternehmen Suez durch eine Fusion mit der staatlichen Gaz de France (GdF) verhindert. Dies kontrastiert den Beschluss der EU-Chefs, die grenzüberschreitende Kooperation der Mitgliedstaaten im Energiesektor auszubauen. (APA/AFP/Reuters)

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